Italias azzurri schlemmen steak – und inter plant schon den sommer ohne sommer
Die italienische Nationalelf ist noch in Florenz im Trainingslager, doch die Gerüchteküche brodelt schon wieder. Guglielmo Vicario, der verletzte Tottenham-Keeper, saß gestern Abend mit Nicolò Barella, Alessandro Bastoni und Federico Dimarco bei Tullios Bisteccheria in Montebeni – und löste damit ein Transferfeuerwerk aus. Denn InterMailand hat den 27-Jährigen längst als designierten Nachfolger für Yann Sommer auserkoren.
Warum gattuso die jungs freigab – und was hinter dem foto steckt
Coach Gennaro Gattuso gab der Truppe den Abend frei, um vor dem EM-Quali-Kracher gegen Bosnien die Nerven zu entkrampfen. Was folgte, war kein harmloses Gruppen-Dinner, sondern ein halb öffentlicher Transfergipfel. Vicario, trotz Leistenoperation nur als „Zuschauer“ mit in Coverciano, postierte sich zwischen drei Inter-Stammspielern – ein Seitenhieb auf die heimliche Sommer-Abschiedsliste der Nerazzurri.
Die Zahlen sprechen klar: Sommer wird im Juni 36, Vertrag bis 2026, Gehalt 3,5 Mio netto. Vicarios Marktwert fiel durch die Verletzung auf 18 Mio, für Inter ein Schnäppchen, sollte Tottenham nach der erfolglosen Saison verkaufen müssen. Die Londoner haben Robert Sánchez schon verpflichtet, Vicario wird zum Luxus-Backup degradiert – perfektes Timing für Beppe Marotta.

Was auf dem teller und was auf dem feld passierte
Die Jungs bestellten die berüchtigte frittierte Bistecca und klassische Fiorentina – Tullio Bacciotti, der Wirt, kassierte angeblich 1.200 Euro für die Runde, spendet aber einen Teil für die Stiftung seines verstorbenen Sohns Tommasino. Die Rechnung also halb Charity, halb Karriereplanung. Denn während Barella und Bastoni Selfies knipsten, diskutierte Vicario laut Augenzeugen mit Inter-Teamchef Piero Ausilio, der per Videocall dazugeschaltet war.
Die Botschaft: Sommer bleibt Nummer eins bis 2025, aber schon im Winter soll Vicario vorgeschaltet werden, um sich an Inters Defensiv-Automatismen zu gewöhnen. Für den Schweizer ein Seitenstich ins Herz, für die Azzurri ein Nebenschauplatz, der Gattuso stutzen lässt – denn er will keine Club-Politik im Trainingslager.
Heute steht die Videoanalyse an, morgen die letzte Einheit vor Bosnien. Vicario trainiert individuell mit Fitnesstrainer Claudio Gaudino, der schon bei Tottenham das Leistenprogramm betreute. Die Italiens-Staffel will gegen Bosnien den Gruppensieg sichern, Inter will den nächsten Transfer-Coup – und Vicario will endlich wieder zwischen die Pfosten.
Es ist ein Spiel auf drei Brettern: Taktik, Transfer, Trattoria. Wer zuerst zieht, gewinnt. Gattuso erlaubte nur ein Glas Chianti – aber das reichte, um den Markt zu erhitzen.
