Little big italy startet durch: panella jagt echte trüffel-italo-küche von bratislawa bis osaka
Heute Nacht um 21:30 Uhr wird auf NOVE der Startschuss gefallen – und mit ihm die härteste Italo-Identitäts-Prüfung außerhalb der Heimat. Francesco Panella fliegt nicht irgendwohin, sondern dorthin, wo Pizza & Co. am ehesten in Fertigteig erstarrt: Osteuropa und Japan.

Warum gerade osaka, glasgow und malta?
Produktionschef Banijay Italia hat die Städte nicht nach Touristenfrequenz ausgewählt, sondern nach Nostalgie-Potenzial. In Bratislava etwa gibt es laut Marktforschung nur 37 Restaurants mit italischem Namen, aber kein einziges mit original sizilianischer Marsala-Soße. Panella will diese Lücke füllen – und dabei drei Landsleute pro Stadt auf die Probe stellen.
Die Regeln bleiben gnadenlos: Jeder Kandidat muss eine „Scelta dell’expat“, ein „piatto forte“ und ein „fuori-menù“ auftischen. Letzteres wird live erdacht, um zu testen, ob der Koch nur Rezepte auswendig lernt oder wirklich kocht. Einziger Richter: Panella selbst. Keine Jury, keine Zuschauervotings – nur der Geschmack zählt.
Die erste Folge führt nach Bukarest. Dort betreibt Chiara (32, aus Bari) seit sechs Jahren ein 18-Platz-Trattoria in einem ehemaligen Kaufhaus der Ceaușescu-Ära. Ihr Gegner: Marco (45, Mailänder) mit einem 200-Sitzer am Stadtrand, finanziert durch rumänische IT-Investoren. Zwischen beiden tobt ein Preiskampf: Sie verkauft ihre Pasta für umgerechnet 7 Euro, er für 18. Panella wird entscheiden, ob die billigere Variante mehr Seele hat.
Neu in dieser Staffel: das „Tricolore-Token“. Wer ihn erhält, darf sein Restaurant in der Sendung als „Little Big Italy Sieger“ titulieren – ein Schlag, der auf TripAdvisor binnen 24 Stunden für +40 % Reservierungen sorgte, wie interne Zahlen aus der Vorjahresstaffel belegen. Die Konkurrenz schläft nicht: In Glasgow haben schon zwei Lokale ihre Karten nur noch auf Italienisch gedruckt, um zu punkten.
Streamen kann man parallel über discovery+, doch die echten Fans halten sich an die lineare Ausstrahlung. Warum? Weil Panella während der Werbeunterbrechungen auf Instagram live aus dem Kühlraum sendet und dort bereits erste Spoiler verrät – gestern postete er ein Foto von sich mit Trüffelöl in einer polnischen Metro-Station. Die Community rätselt: Warschau als geheimer Neun-Stopp?
Acht Städte, 24 italische Träume, ein einziger Sieger. Die Quote der Vorjahresstaffel lag bei durchschnittlich 6,4 % Marktanteil in der Zielgruppe 25-54 – für einen kleinen Free-TV-Sender ein Erfolg, der sich heute noch steigern muss. Sonst droht das Aus, denn die Lizenz läuft 2027 aus.
Wenn Sie heute Abend also um 21:30 Uhr auf Kanal 9 umschalten, sehen Sie nicht nur Nudeln, sondern ein Stück italischer Stolz, das sich gegen Fertigkäse und Billig-Oregano zur Wehr setzt. Panella wird wieder mit dem Zeigefinger wedeln, wieder laut „Mamma mia“ rufen – und wieder verraten, ob die Trüffel-Note echt ist oder nur aus dem Labor kommt. Die Antwort gibt’s nur live. Keine Wiederholung, kein Catch-up. Und das ist genau der Grund, warum ich einschalte.
