Hannover bangt um top-stürmer vor top-duell gegen paderborn!

Hannover 96 steht vor einem vorgezogenen Endspiel der Rückrunde: Am Samstagabend empfangen die Roten den Tabellenzweiten SC Paderborn zum Spitzenspiel. Doch vor dem Anpfiff lastet ein Fragezeichen auf der Stürmerposition – und Trainer Christian Titz muss mit aller Macht versuchen, die Lage zu stabilisieren. Der 130. Geburtstag des Klubs wird mit einer besonderen Choreografie und Sondertrikots gefeiert, doch am Ende zählt nur der Sieg.

Titz' torwart-glaube: noll soll den unterschied machen

Die Vorfreude auf das Duell mit Paderborn ist groß, doch Trainer Christian Titz weiß, dass seine Mannschaft bis zum letzten Moment konzentriert arbeiten muss. Besonders ein Spieler soll sich laut Titz jetzt über sich hinauswerfen: „Ich wünsche mir das von meinem Torhüter“, betonte er in Bezug auf Nahuel Noll. „Wenn er kein Gegentor bekommt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir gewinnen, weil wir sicherlich ein Tor selbst erzielen werden.“ Ein klares Bekenntnis zum Urgestein im Kasten.

Nach dem überzeugenden 2:0-Sieg in Darmstadt will Hannover an die Leistung anknüpfen und den positiven Trend fortsetzen. „Wir wollen komplett in dem Fokus bleiben, den wir in den vergangenen Wochen hatten“, so Titz, der sich vor allem von der starken Unterstützung der Fans getragen fühlt. Das Stadion wird am Samstagabend ausverkauft sein und für eine glühende Atmosphäre sorgen, was die Roten zusätzlich beflügeln soll.

Heimprobleme und taktische feinjustierung

Heimprobleme und taktische feinjustierung

Doch Hannover hat ein Problem: Zu Hause taten sich die Roten in dieser Saison oftmals schwerer als in der Fremde. „Vom Gefühl her kann ich es gar nicht sagen. Vielleicht ist es hier gegen tiefer stehende Gegner einfach schwieriger, weil die Räume enger sind“, räumte Titz ein. Daher musste man in dieser Woche intensiv daran arbeiten, das eigene Spiel mit dem Ball wiederzufinden. „Die Frage war: Wie kriegen wir unser eigenes Spiel mit dem Ball rein?“, so der Coach, der das Anlaufen des Gegners und das Durchsetzen des eigenen Spielstils als entscheidende Faktoren sieht.

Der SCP ist der letzte Gegner aus den Top 5, der noch um den Aufstieg mitspielt. Für Hannover bedeutet dies, dass es nun darum geht, den Fokus zu behalten und die Stabilität der letzten Wochen zu bewahren. „In den letzten Wochen haben wir uns sehr stabil präsentiert. Das und die Ergebnisse an sich geben der Mannschaft natürlich etwas mit. Deshalb bin ich zuversichtlich.“

Personalsorgen: nawrocki fällt aus, pichler wackelt

Personalsorgen: nawrocki fällt aus, pichler wackelt

Personell muss Hannover gegen Paderborn einige Ausfälle verkraften. Maik Nawrocki fällt verletzungstechnisch sicher aus, während bei Hendry Blank und anderen Wackelkandidaten die Fragezeichen noch groß sind. Besonders Sorge bereitet der Zustand von Noel Aseko Nkili, der im Training mit einem Infekt fehlte. „Wir haben in diesen Tagen mit ihm individuell trainiert. Auch da heißt es: Von Tag zu Tag schauen.“ Für Pichler steht Benjamin Källman als gleichwertige Alternative bereit.

Trotz der Personalsorgen und der schwierigen Aufgabe gegen Paderborn ist sich Titz sicher: „Wir haben ja gar nichts zu verlieren, können nur gewinnen, indem wir unsere Ausgangsposition verbessern.“ Die Ausgangslage ist klar: Hannover muss gewinnen, um den Abstand zum direkten Aufstiegsplatz weiter zu verkleinern.