Knicks dominieren playoffs: mehr als nur eine siegesserie!
New York – Die New York Knicks sind in den aktuellen Playoffs eine Macht. Doch hinter der beeindruckenden Leistung verbirgt sich mehr als nur ein glücklicher Lauf. Die Knicks demonstrieren eine Konstanz und Struktur, die in dieser Phase der Saison selten zu sehen ist.
Der unterschied liegt im detail: entwicklung statt zufall
Superstar Jalen Brunson betonte nach dem klaren Sieg gegen Philadelphia, dass der Erfolg kein Zufallsprodukt ist, sondern das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung. "Deshalb spielt man eine ganze Saison. Man durchläuft schwierige Phasen, um am Ende das bestmögliche Team zu sein." Und tatsächlich scheinen die Knicks aus den Schwankungen der regulären Saison gelernt zu haben. Der Rückstand gegen Atlanta, die anschließende Stabilisierung – all das hat das Team vom Big Apple gefestigt.

Kollektiv statt einzelshow: die hierarchie funktioniert
Offensiv ist die klare Hierarchie unter Jalen Brunson entscheidend. Er ist der Taktgeber, muss aber nicht jede Aktion alleine entscheiden. Gegen die Sixers machte er dies bereits in der ersten Hälfte deutlich, als er 27 Punkte erzielte und zeigte, dass Philadelphia keinen passenden Zugriff auf ihn hat. Gleichzeitig brillierten die Nebenspieler: OG Anunoby verteidigte stark und punktete effizient, Mikal Bridges traf seine Dreier, und Karl-Anthony Towns sorgte als Big mit Shooting für Probleme in der gegnerischen Verteidigung.
Coach Mike Brown formulierte es treffend: "Es spielt keine Rolle, wer den Angriff initiiert, solange die Spieler unsere Konzepte auf beiden Seiten des Feldes umsetzen." Diese Einstellung, diese Disziplin, unterscheidet die Knicks von vielen anderen Teams in den Playoffs.

Defensive als schlüssel zum erfolg
Auch defensiv haben die Knicks eine klare Identität gefunden. Mit Anunoby und Bridges verfügen sie über zwei lange, variable Verteidiger auf den Flügeln, während mehrere Bigs Embiid zumindest beschäftigen können. Philadelphias Versuch, Embiid früh zu füttern, brachte die Sixers stattdessen aus dem Rhythmus. Seine Trefferquote von nur 3 von 13 Würfen spricht Bände.

Vorsicht vor dem hype: philadelphia kontert zurück
Trotz der Dominanz ist der Hype mit Vorsicht zu genießen. Die 76ers kamen aus einer extrem kurzen Pause nach einer kräftezehrenden Sieben-Spiele-Serie gegen Boston. Nick Nurse schickte seine Leistungsträger bereits im dritten Viertel zur Pause. Brunson selbst relativierte: "Ich glaube nicht, dass wir in Spiel 2 dasselbe Team sehen werden." Die Sixers haben bereits in der vergangenen Serie bewiesen, dass sie auf Niederlagen mit einer Reaktion folgen können. Der Blowout in Spiel 1 ist daher eher eine Momentaufnahme als eine Vorentscheidung.
Die New York Knicks spielen aktuell wie ein Contender, doch sie denken noch nicht wie einer, der bereits am Ziel ist. Diese Bodenständigkeit könnte der Schlüssel zum Erfolg sein, denn die Playoffs sind ein Marathon, kein Sprint.
