Klose platzt nach heim-desaster der kragen: „totalversagen“ in nürnberg

Der 1. FC Nürnberg hat sich selbst ans Abstiegsgitter gedrückt. Gegen eine Fortuna Düsseldorf, die seit Oktober kein Auswärtsspiel gewonnen hatte, brach die Heimserie – und mit ihr die letzte Zuversicht. Miroslav Klose sprach von einer „Mannschaft, die sich versteckt hat“. Das klingt nach Erosion.

Klose zählt die offenen wunden

Was im Max-Morlock-Stadion passierte, war nicht nur ein 0:1. Es war ein kollektiver Blackout. Keine Laufwege, keine Durchschlagskraft, keine Leidenschaft. Shinta Appelkamp erzielte das Tor, doch die Niederlage hatte sich schon vorher angekündigt. Klose: „Wir waren träge, haben den Ball nur noch hinterher geschoben.“ Die Zahlen sind gnadenlos: acht Spiele seit Jahreswechsel, nur zwei Siege, Vorsprung auf Kiel nur noch fünf Punkte.

Die Kabine schwieg, der Trainer schlug mit der Faust aufs Pult. Fabio Gruber musste nach sieben Minuten raus, der Muskel „zugemacht“. Ob er am Samstag in Kiel zurückkehrt, steht in den Sternen – und damit auch die Führungsfigur, die der Club gerade bräuchte.

Nürnberg muss nach unten schauen – wieder

Nürnberg muss nach unten schauen – wieder

Die 2. Bundesliga ist ein Pulverfass. Düsseldorf kletterte vorbei, Nürnberg rutschte Richtung Relegationsplatz. Klose fordert eine „Reaktion mit Schmerz“, doch die steht unter Zeitdruck. Gegen Holstein Kiel geht es um nichts weniger als die Saison. Wer jetzt nicht läuft, rennt bald in Liga drei.

Die Heimserie ist Geschichte. Die Angst ist zurück. Und Klose weiß: Wenn seine Mannschaft auch in Kiel „kein Risiko eingeht“, geht das Risiko, dass der Club die Klasse verliert, vom Papier auf den Rasen.