Klitschko-spross wechselt boxring gegen basketball-comeback

Maxim Klitschko trat nicht in den Boxring, sondern auf das Parkett. Der 20-jährige Sohn von Vitali debütierte für AS Monaco in der LNB – und sammelte in knapp vier Minuten zwei Rebounds gegen Le Mans.

Die familien-dynastie rümpft die nase

Vitali und Wladimir dominierten mit Fausthandschuhen die Schwergewichtsszene. Maxim wuchs in Los Angeles auf, fing 2021 erst an zu korben und jagt nun Bälle statt Knockouts. Er trägt die Nummer 6, nicht die 6-Ounce-Handschuhe.

Monaco leidet unter Gehaltskürzungen und Verletzungsmisere. Trainer Zvezdan Mitrović muss auf Teenager setzen – und krempelt damit ein ganzes Kapitel um. David Paindepice und Klitschko kamen gleichzeitig. Der eine per Basketball-Stipendium, der andere per VIP-Empfehlung von GM Oleksiy Yefimov.

Die statistik lügt nicht

Die statistik lügt nicht

In der U21 schiebt Klitschko 15,6 Punkte und 7,1 Rebounds in 26 Minuten. Gegen Le Mans blieb sein Wurfstrahl unberührt, doch die zwei geholten Bälle zeigen: Er versteht Positionierung. Bei 2,16 Metern ist er länger als Vater Vitali, bewegt sich aber mit der Leichtigkeit eines Flügelspielers.

Die Franzosen jubeln trotzdem: 99:85 gegen Le Mans, Tabellenplatz drei sicher. Die Fans in der Salle Gaston-Médecin feierten jeden seiner Sekunden-Einsatz wie ein Title-Fight. Kein Schlag, kein K.o., nur ein Rebound nach dem anderen.

Monaco reist nächste Woche nach Paris. Klitschko ist wieder im Kader. Vielleicht trifft er dann – wer weiß – seinen ersten Korb. Die Box-Legenden sitzen vor dem Fernseher und applaudieren. Die Dynastie lebt, nur eben ohne blaue Augen.