Kläbo stoppt bei 113: norweger krönt gold-saison mit lake-placid-coup

Lake Placid – Wer dachte, Johannes Hösflot Kläbo könne nach sechs Olympiasiegen nicht mehr überraschen, lag falsch. Der 29-Jährige jagte sich im letzten Rennen des Winters erneut in eine eigene Galaxie: 20 km Massenstart, 0,8 Sekunden Vorsprung, Sieg Nummer 113. Marit Björgens ewiger Rekord (114) zittert – und wartet nur noch auf den Saisonauftakt 2026/27.

Hinter kläbo wird's norwegisch

Die komplette Podestriege gehört Norwegen: Harald Östberg Amundsen und Einar Hedegart folgen auf den Plätzen zwei und drei wie bestellt. Die deutschen Hoffnungen verpufften: Jakob Moch (+52,7) und Bruder Friedrich (+57,4) landen auf den Rängen zehn und 15 – ein Resultat, das im deutschen Lager für Stirnrunzeln sorgt.

Bei den Frauen schreibt Jonna Sundling ihre eigene Geschichte. Die Schwedin dominiert vor Linn Svahn (+3,5) und Heidi Weng (+4,2). Beste Deutsche: Helen Hoffman. Die 24-jährige U23-Weltmeisterin wird Achte – nur 10,5 Sekunden fehlen zur Spitze. In Abwesenheit von Katharina Hennig Dotzler liefert Hoffman das einzige Ausrufezeichen im deutschen Team.

Diggins nimmt abschied – und kassiert noch den pokal

Diggins nimmt abschied – und kassiert noch den pokal

Jessica Diggins verlässt die Bühne mit dem Gesamtweltcup in der Hand. Die 34-jährige US-Amerikanerin bricht auf Platz zwölf ein, doch die Trophäe – ihre vierte – hat sie schon sicher. Heimische Kulisse, Tränen, Jubel: Ein Karriereende, wie es Hollywood nicht besser inszenieren könnte.

Kläbo dagegen denkt nicht an Ruhestand. 113 Siege, sechs Olympia-Golds, ein Gesamtweltcup – und trotzdem wirkt sein Blick schon auf die neue Saison gerichtet. „Marit wartet“, sagt er lachend. Björgen wird ihren Rekord wohl bald teilen müssen. Der nächste Winter beginnt in sieben Monaten. Bis dahin zählt nur eine Zahl: 114.