Kimmich und olise entkommen dem uefa-strick – bayern-duo bleibt nur für ein spiel gesperrt
Die UEFA schlägt nicht härter zu. Joshua Kimmich und Michael Olise müssen lediglich das Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel am Mittwoch pausieren – eine Verlängerung der Sperre wegen mutmaßlicher Zeitspiel-Tricks gegen Atalanta kommt nicht. Der Rekordmeister atmet aus.
Keine beweise für manipulation – nyon lässt die karte stehen
Sport1-Informationen zufolge hatten die Prüfer in Nyon die Szene aus Bergamo mehrfach durchgerollt. Das Fazit: Die Hinweise reichen nicht, um ein vorsätzliches Gelb-Sammeln zu beweisen. Olise zögerte beim Einwurf, Kimmich trat den Ball weg – beides taktisches Foul, aber kein klarer Regelverstoß mit dem Zweck, das Viertelfinale sauber zu erreichen.
Die UEFA nutzt seit der „Nachspielzeit-Regel“ von 2021 ein offenes Raster: Wer sich die Gelbe Karte offenkundig erspielt, kann zwei Spiele zusätzlich kassieren. Der Beweis liegt auf dem Tisch – oder er liegt eben nicht. In diesem Fall liegt nichts vor, außer dem Verdacht einiger TV-Kommentatoren.

Bayern-plan bleibt intakt – flick-nachfolger kann kalkulieren
Max Eberl und der neue Trainer wissen nun: Kommt das Team gegen die Italiener weiter, stehen Kimmich und Olise sofort wieder zur Verfügung. Das Mittelfeld-Raster um Musiala, Pavlović und dem final fit werdenden Leon Goretzka darf also kurzfristig neu geordnet werden, ohne dass die Leitungswüste tiefer wird als nötig.
Die Entscheidung ist ein kleines Lehrstück über die Macht der Bilder. Fernsehbilder suggerierten Kalkül, die Untersuchung lieferte keine belastbaren Indizien. Die Bayern-Spieler hatten öffentlich jede Absicht zurückgewiesen – und die UEFA glaubt ihnen diesmal. Der Klub spart sich ein Prozedere, das schon andere Teams in der Vergangenheit teuer zu stehen kam.
Für die Fans bedeutet das: Anstoß am Mittwoch um 21 Uhr, Auswärtstorjubel auch ohne Kapitän Kimmich und ohne Zauberfuß Olise. Die Allianz Arena wird trotzdem kochen – schließlich steht das Viertelfinale vor der Tür, und wer kann, wird sich mit dem Ball statt mit dem Regelbuch beschäftigen.
