Rummenigge warnt bayern: atalanta ist kein bodo-glimt, sie sind klein, aber tödlich
Karl-Heinz Rummenigge sitzt nicht mehr im VIP-Bereich, aber sein Puls schlägt noch immer rot. „Ich bleibe zu Hause, ich habe alles gesehen“, sagt er und lacht, doch hinter dem Lachen steckt der alte Krieger, der weiß: Bergamo ist kein Spaziergang. „Wer Atalanta unterschätzt, fliegt raus. Punkt.“
Die lektion von bodo glimt steckt noch in den knochen
Er erinnert sich genau an die Nacht, in der der FC Internazionale auf Kunstrasen ausrutschte. „Da dachte jeder: ‚Ok, Norweger, geht klar.‘ Am Ende standen die Italiener mit offenem Mund da.“ Für den Ex-Angreifer war das kein Zufall, sondern ein Warnschuss, den auch der FC Bayern hören muss. „Die sogenannten Kleinen haben keinen Respekt mehr vor den großen Namen. Sie spielen, als gäbe es kein morgen.“
Atalanta zählt für ihn längst nicht mehr zu den „kleinen“ Verlierertypen. „Gasperini hat sie zu einer Bestie gemacht, und Palladino reitet auf der Welle weiter“, sagt Rummenigge, der die Percassi-Familie persönlich kennt. „Die arbeiten ruhig, klug, ohne Twitter-Gebrüll. Genau das macht sie gefährlich.“

128 Tore sind keine garantie, sondern eine zielscheibe
Bayern schießt derzeit drei, vier Treffer pro Spiel – Rekordjagd in der Bundesliga. Doch der 69-Jährige winkt ab. „Tore vor heimischem Publikum sind schön. In Bergamo zählt nur die rauhe Realität.“ Er erinnert an das Celtic-Debakel vor einem Jahr: 2:1-Sieg in Glasgow, dann Rückspiel-Angst bis zur letzten Minute. „So schnell kann eine Serie platzen.“
Der ehemalige Vorstandschef sieht die Tuchel-Elf gewappnet, aber nicht gefeit. „Kompany bringt frischen Wind, das stimmt. Doch Atalanta spielt mit der Raserei derer, die nichts zu verlieren haben.“ Das 0:3 von Leverkusen im Europa-League-Finale? „Kein Ausrutscher, sondern eine Demonstration. Die Deutschen haben sich gefügt wie Schuljungen.“

Real madrid lauert bereits im nacken
Wer die Bergamo-Hürde nimmt, trifft auf City oder Real – ein Los, das selbst Bayern zittern lässt. „Ich drücke Pep die Daumen, aber Februar-Madrid ist ein anderer Planet“, sagt Rummenigge und schmunzelt. „Die Königlichen schalten um wie ein Uhrwerk, wenn’s ernst wird.“
Er selbst wird nicht im Stadion sitzen, sondern vor dem Fernseher. „Ich habe die Trucks mit den Covid-Toten gesehen, das Bild nagelt sich fest. Fußball ist nur ein Spiel, aber heute Abend kann er Tränen in Freude verwandeln.“
Sein Fazit fällt knapp aus: „Entweder Bayern lernt die Demut, oder Atalanta schreibt das nächste Märchen. Mehr Optionen gibt es nicht.“
