Kiel in der krise: fehlende konstanz droht champions league-aus!
Schock für die Handball-Fans in Kiel: Der Rekordmeister patzt erneut und verliert gegen den Abstiegskandidaten HSG Wetzlar mit 25:33. Die Niederlage wirft ernsthafte Fragen nach den Ambitionen des THW in Liga und European League auf.

Verloren im niemandsland: kiel verpasst den anschluss
Filip Jichas Team präsentierte sich in Wetzlar erneut von einer erschreckend fragilen Seite. Vor allem im Tempospiel waren die Kieler machtlos und fanden selbst kaum in ihren Rhythmus. Die Abwehr wirkte unsicher, die Angriffsbemühungen blieben harmlos. Die Folge: Nur eines von fünf Bundesliga-Spielen konnte in den letzten Wochen gewonnen werden – ein erschreckender Wert für einen Verein von der Größe des THW Kiel.
Die Aussichten auf die Qualifikation für die Champions League über die Liga sind somit bestenfalls theoretisch. Vielmehr scheint der Weg in die Königsklasse über die European League der realistischste zu sein. Aber auch hier droht das Aus: Das Hinspiel des Viertelfinales gegen RK Nexe Nasice ging bereits deutlich mit 30:33 verloren. Der Rückkampf am kommenden Dienstag in der Ostseehalle wird daher zur echten Nervenprobe.
Die dauerhaften Ausfälle wichtiger Spieler machten es Kiel schwer, aber die Leistung in Wetzlar war auch ohne diese Erklärung nicht hinnehmbar. Tristan Kirschner war mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer der Partie, während Rasmus Ankermann mit sechs Toren die beste Quote auf Seiten der Gäste erzielte. Doch das war längst nicht genug, um den Wetzlarern Paroli zu bieten, die ihre Chancen konsequent eiskalt herausspielten.
Die Demontage in Wetzlar ist ein deutliches Zeichen dafür, dass im Team des THW Kiel etwas gehörst. Die Spieler scheinen die Leichtigkeit und den Siegeswillen der vergangenen Jahre verloren zu haben. Es bleibt zu hoffen, dass Filip Jicha schnell eine Lösung findet, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen – andernfalls droht dem THW Kiel ein früherer K.O. in der European League und eine enttäuschende Saison.
