Kec am scheideweg: trainer geht, kapitän unsicher – zukunft ungewiss!

Schock in Köln: Kari Jalonen verlässt die Kölner Haie, und die Zukunft von Kapitän Moritz Müller steht ebenfalls auf Messers Schneide. Nach dem bitteren Aus im Halbfinale der DEL Playoffs gegen die Eisbären Berlin drohen massive Veränderungen im Team.

Jalonens abschied: heimweh und eine ära geht zu ende

Trainer Kari Jalonen, der die Haie im Vorjahr noch ins Finale führte, hat seinen Abschied bereits im Oktober angekündigt. Nun ist es offiziell: Der Finne kehrt in seine Wahlheimat zurück. „Ich habe meine Zeit hier wirklich genossen“, erklärte Jalonen, „aber jetzt ist es Zeit, nach Hause zu gehen.“ Sein Abgang markiert das Ende einer erfolgreichen, wenn auch letztlich unvollendeten Ära in Köln. Die Haie legten zwar die beste Hauptrunde ihrer DEL-Geschichte hin, doch im Halbfinale erwiesensich die Eisbären Berlin erneut als zu abgebrüht.

Die 2:4-Niederlage am Montagabend im eigenen Wohnstadion war ein herber Schlag. „Die beste Mannschaft zieht immer weiter, und wir müssen das Ergebnis respektieren“, so Jalonen nach dem Spiel. Die Eisbären fordern nun Mannheim im Finale heraus, während Köln nur noch die Rolle des Zuschauers einnehmen kann.

Müllers dilemma: ein eishockey-urgestein vor der entscheidung

Müllers dilemma: ein eishockey-urgestein vor der entscheidung

Doch das ist nicht die einzige Baustelle beim KEC. Auch die Zukunft von Kapitän Moritz Müller, einer Eishockey-Legende, ist ungewiss. Der 39-Jährige steht seit 23 Jahren beim KEC auf dem Eis und erlebte bereits viermal die bittere Pi mal Daumen des Finalverlusts. Nach der gestrigen Niederlage saß Müller mit leerem Blick auf der Bank – ein Bild, das die Unsicherheit um seine Zukunft widerspiegelt.

Angreifer Dominik Bokk fasste die Stimmung treffend zusammen: „Es war wieder so ein Spiel, wo wir größtenteils dominieren und uns Chancen erarbeiten – und sie nicht reinmachen. Berlin arbeitet auch hart, aber sie treffen zur richtigen Zeit, und das tut weh.“

Die Eisbären Berlin setzten sich gestern mit einem Doppelschlag in der 7. und 10. Minute in Führung, bevor Parker Tuomie für die Haie Hoffnung schöpfte. Torhüter Jonas Stettmer verhinderte jedoch weitere Gegentore, und die Eisbären erhöhten die Führung im leeren Tor noch auf 4:1. Die Haie holten ihren letzten DEL-Titel im Jahr 2002 – eine lange Zeit her.

Die Frage, ob Moritz Müller seine beeindruckende Karriere fortsetzt oder nun Schluss macht, bleibt offen. Die Fans des KEC bangen um ihren Kapitän und hoffen, dass er trotz der Enttäuschung noch einmal auf das Eis zurückkehren wird. Denn ein KEC ohne Müller ist nur schwer vorstellbar.