Kane und olise im team der saison – kvaratskhelia krönt sich selbst
Paris hat die ChampionsLeague verteidigt – und gleich fünf Akteure mit ins All-Star-Team geschleppt. Doch der wahre König heißt Khvicha Kvaratskhelia: 17 Scorerpunkte, ein perfider Foulelfmeter im Finale und nun die Trophäe als Spieler der Saison. Ein Statement.
Die elf der nacht
Zwei Bayern, drei Arsenal-Krieger, fünf Pariser – und ein einsamer Atlético-Riese. So eng hat die UEFA die Liste gezogen. Vorne: Harry Kane, der seine 18 Tore in die Skala legt, flankiert von Dembélé. Rechts: Michael Olise, dessen Tempo auch gegen Arsenal die Seitenlinie in Schutt und Asche legte. Links: Kvaratskhelia, der Georgier mit dem Ballettschritt und der Eiskalt.
Vitinha dirigiert das Spiel, Nuno Mendes und Marquinhos halten die Abwehr zusammen. Declan Rice schiebt sich dazwischen, Gabriel und David Raya verhindern Schlimmeres. Marcos Llorente? Der Madrilene steht da wie ein Einzelkämpfer – Atletico war das dritte Rad am Wagen, doch Llorente fuhr sich in die Geschichtsbücher.

Der moment des finals
6. Minute, Kai Havertz trifft – und die Puskás-Arena glaubt an Englands erste Krönung seit 2012. Doch Kvaratskhelia denkt nicht ans Mitfühlen. Er zieht im Strafraum einen Foul-Film ab, dass selbst der Video-Assistent applaudieren muss. Dembélé versenkt den Strafstoß und stellt die Weichen für den Krimi vom Elfmeterpunkt.
Am Ende steht Paris wieder oben, Enrique winkt wie ein Popstar und flötet: „Der beste Trainer der Welt.“ Arsenal weint, Arteta zählt die Kugeln, und die Schweiz schickt zwischendurch ein Selfie aus der Kabine – der Sport tickt eben parallel.
Die Bilanz: 29 Schüsse, 14 Eckbälle, 120 Minuten Herzrasen und ein Kvaratskhelia, der sich die Königsklasse einfach unter den Nagel gerissen hat. Wer jetzt noch fragt, warum Paris weiter „Das Königreich“ ruft, hat das Finale nicht gesehen.
