Vingegaard krönt sich zum neuen könig des radsports!
Ein dänischer Triumph, der in die Geschichte eingeht: Jonas Vingegaard hat sich in Rom zur Legende des Radsports gekrönt und damit einen neuen Stern am Himmel der Peloton gefügt. Mit dem Gewinn des Giro d'Italia steht für den 29-Jährigen die Triple Crown zu Buche – Giro, Tour und Vuelta in atemberaubendem Tempo. Eine Leistung, die seinesgleichen sucht und ihn in den illustren Kreis der größten Radrennfahrer aller Zeiten katapultiert.
Nur acht giganten vor ihm
Vingegaard reiht sich nun in eine exklusive Liste ein, die nur acht Namen zieren darf: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Felice Gimondi, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali, Christopher Froome und ab sofort auch Jonas Vingegaard. Ein erstaunliches Kunststück, das innerhalb von nur fünf Jahren vollendet wurde – von seinem ersten Gelben Trikot in Paris 2022 bis zur Konsolidierung seiner Dominanz mit dem Rosa Trikot in Rom 2026.
Die schiere Größe dieser Leistung ist überwältigend. Waren bereits 22 ambitionierte Radfahrer an der Schwelle zum Triumph stehen geblieben, nachdem sie lediglich zwei der drei großen Rundfahrten für sich entschieden hatten. Unter ihnen Namen wie Tadej Pogacar, Primoz Roglic, Nairo Quintana und Egan Bernal – allesamt Giganten, die sich dem Anspruch der Triple Crown noch nicht gewachsen zeigten.
Vingegaard hat es geschafft, bevor sein ewiger Rivale Pogacar diesem Ruf folgen konnte. Richard Plugge, Teamchef von Visma, war außer sich vor Freude: „Wir schreiben Geschichte! Mit Jonas haben wir den ersten Fahrer dieser Generation, der die drei großen Rundfahrten für sich entscheiden konnte.“

Die beste rundfahrt seiner karriere
Der Sieg im Giro markiert den krönende Abschluss einer herausragenden Karrierephase. Vingegaard zeigte eine Dominanz, die im Peloton ihresgleichen sucht, besiegte seine Konkurrenten und sicherte sich nicht nur die Maglia Rosa, sondern auch fünf Etappen. Die Distanz zum Zweitplatzierten Felix Gall beträgt mehr als fünf Minuten – ein deutlicher Beweis für seine Überlegenheit. Nie zuvor hatte der Däne in einer dreiwöchigen Rundfahrt so überlegen performt.
Jonathan Milan sicherte dem Giro in Rom einen weiteren Höhepunkt. Der italienische Sprinter setzte sich im letzten Sprint vor Giovanni Lonardi und Paul Penhoet durch und krönte damit eine insgesamt spannende und anspruchsvolle Rundfahrt.
Vingegaard selbst hat in Piancavallo bereits fünf Bergwertungsrekorde gebrochen (Blockhaus, Carì, Pila, Corno alle Scale und Piancavallo). Sein Team demonstrierte eine unbändige Kraft, die den Rest des Feldes in den Schatten stellte. Es bleibt abzuwarten, ob Pogacar dieses Niveau im kommenden Tour de France erreichen kann.
