Chaos im berliner amateurfußball: neue passbild-regel sorgt für zoff!
Berlin – Der Berliner Fußball-Verband (BFV) hat mit einer neuen Regelung zur Aktualisierung von Passbildern im Amateurfußball für ordentlich Wirbel gesorgt. Statt Klarheit zu schaffen, hat die Maßnahme eine Flut von Sportgerichtsverfahren ausgelöst und für Unmut bei Spielern, Trainern und Vereinen gesorgt. Die Folge: Spiele werden am grünen Tisch entschieden, und die sportliche Integrität des Wettbewerbs gerät ins Wanken.
Die neue regel: ein foto, das zur falle wird
Die Vorgabe ist eigentlich simpel: Passbilder müssen regelmäßig aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Spielerinnen und Spieler auf ihren Pässen korrekt identifiziert werden können. Besonders problematisch ist, dass die Regeländerung dazu führt, dass veraltete Fotos, die beispielsweise noch aus der Jugendzeit stammen, zu Strafen führen können. Selbst wenn ein Spieler heute exakt so aussieht wie auf dem alten Foto, zählt das Datum des Uploads.
Ein Beispiel: Im Viertelfinale des Berliner Pokals der Frauen wurde Borussia Pankow nachträglich zum Sieger erklärt, nachdem ein Verstoß gegen die neue Regel beim Gegner Türkiyemspor Berlin festgestellt wurde. Ein sportlicher Sieg im Elfmeterschießen wurde so umgewertet – ein Vorgang, der viele Fragen aufwirft.

Der bfv in der kritik: zu strenge strafen und wenig spielraum
Trainer und Spieler kritisieren die Härte der Strafen. Die Umkehrung der Spielwertung wird als unverhältnismäßig empfunden, insbesondere wenn es sich um unbeabsichtigte bürokratische Fehler handelt. Es scheint, als würden Vereine nun vor die Wahl gestellt: Fairplay oder Erfolg? Die Möglichkeit, Spiele opportunistisch am „grünen Tisch“ zu gewinnen, verführt einige, auch wenn der Gegner nur eine Kleinigkeit übersehen hat.
Ein BFV-Verantwortlicher soll sogar proaktiv Vereine auf mögliche Verstöße hingewiesen haben, was die Situation weiter verkompliziert. Der Verband betont zwar, dass die Vereine bereits vor der Regelneuerung zur Aktualisierung der Bilder verpflichtet waren, doch die Umsetzung gestaltet sich offenbar schwieriger als gedacht. Die Arbeit lastet oft auf Ehrenamtlichen, die mit begrenzten Kapazitäten stehen.
Die Folge ist ein Gefühl der Unsicherheit: Spiele werden verschoben, Ergebnisse hängen in der Luft, und die sportliche Fairness scheint zu leiden. Die neue Regel, die eigentlich für mehr Transparenz sorgen sollte, hat stattdessen für Chaos und Verwirrung gesorgt.

Was jetzt? ein umdenken ist gefragt
Die aktuelle Situation zeigt deutlich, dass der BFV seine Strategie überdenken muss. Statt auf harte Strafen sollte der Fokus auf Aufklärung und Unterstützung der Vereine liegen. Ein anderes Strafmaß, beispielsweise Geldstrafen, könnte eine gangbarere Alternative sein. Denn eines ist klar: Der Berliner Amateurfußball braucht Regeln, die die sportliche Integrität wahren, ohne dabei den Wettbewerb zu verzerren. Die derzeitige Regelung droht, das Vertrauen in den fairen Spielbetrieb nachhaltig zu beschädigen.
