Schock in leipzig: crystal palace krönt sich zum conference-league-sieger!
Ein Traum ist geplatzt, eine Chance vertan: Rayo Vallecano verlor das Conference-League-Finale gegen Crystal Palace mit 0:1. Das Tor von Jean-Philippe Mateta in der 49. Minute entschied die Partie in der Red Bull Arena – ein bitterer Schock für die spanische Mannschaft und ihre mitgereisten Fans.

Historischer finaleinzug ohne happy end
Für Rayo Vallecano war es die erste Teilnahme an einem europäischen Finale überhaupt. Nach dem Aus gegen Samsunspor, AEK Athen und Racing Straßburg hatte man sich den Titel in Leipzig erhofft. Doch gegen ein starkes Crystal Palace-Team fand die Mannschaft von Iñigo Pérez kaum Mittel, um zu punkten. Die Enttäuschung war nach dem Spiel riesig.
“Wir hätten ihnen mehr Respekt einflößen müssen”, fasste Isi Palazón die Gefühlslage zusammen – ein Echo der Worte von Óscar Valentín. Pacha Espino, der in der zweiten Halbzeit ins Spiel kam, ergänzte: “Wir haben uns in keinem Moment wohlgefühlt. Wir wussten nicht, wie wir ihnen wehtun können, und hatten keine klaren Torchancen.” Die Emotionen sickerte durch seine Worte, als er zugab: “Es ist schwer, sich nicht emotional zu machen.”
Ein Abschied liegt in der Luft. Die Frage nach seiner Zukunft im Verein ließ Pacha Espino unbeantwortet, da er zuvor versprochen hatte, erst nach dem Conference-League-Finale darüber sprechen zu wollen. “Mal sehen, was passiert”, deutete er an, was die Spekulationen um seinen Abschied weiter anheizt.
Florian Lejeune konnte seine Frustration kaum verbergen: “Wir waren nicht gut im Spiel, ich habe Wut über die Niederlage. Es fehlt uns noch an vielen Dingen.” Dennoch würdigte er die Leistung des Gegners: “Crystal Palace hat ein gutes Spiel gemacht, wir weniger. Das muss man anerkennen.” Die Fans aus Vallecas, die den langen Weg nach Leipzig auf sich genommen hatten, waren ein ständiger Ansporn für die Mannschaft.
Pacha Espino erinnerte an das Finale von Alavés 2001 und hofft, dass die Leistung von Rayo Vallecano in Erinnerung bleibt. “Es ist ein Stolz für das ganze Viertel, für ganz Vallecas.” Besonders schmerzte der verpasste Abschied von Spielern wie Óscar und Trejo. “Wir wollten ihnen ein Geschenk machen, aber es hat nicht sollen sein”, bedauerte Lejeune, der Trejo als “Spieler und Mensch” würdigte.
Auch die Zukunft von Trainer Iñigo Pérez ist ungewiss. Lejeune lobte ihn als “fantastischen, spektakulären Trainer” und fügte hinzu: “Wir werden sehen, was das nächste Jahr bringt.”
Rayo Vallecano kehrte ohne den Pokal nach Deutschland zurück, doch mit dem Stolz, in Europa für Aufsehen gesorgt zu haben. Ein bitteres Ende einer außergewöhnlichen Reise.
