Kakà glaubt an milan: "können inter schlagen und titel öffnen"

Er heißt Ricardo, alle nennen ihn Kakà, und in Mailand war er schlicht Ricky. Einer, der die Stadt geprägt hat wie kaum ein anderer Fußballer seiner Generation. Jetzt meldet er sich zurück – und er hat eine klare Botschaft vor dem Derby: Milan kann Inter schlagen, und der Scudetto ist noch nicht verloren.

Zehn punkte rückstand? kakà sagt: trotzdem möglich

"Zehn Punkte, aber ich sage: Es geht noch", erklärt der Weltmeister von 2002 in einem Interview mit der Gazzetta dello Sport. Vier Siege, und der Abstand ist Geschichte. Klingt nach Zweckoptimismus? Vielleicht. Aber wer sechs Titel in sieben Mailänder Spielzeiten geholt hat, darf das sagen, ohne ausgelacht zu werden.

Kakà lebt heute zwischen Harvard-Studium, FIFA- und UEFA-Kursen und einem Trainerschein in Brasilien. Er denkt groß. Ein Posten als Sportdirektor, vielleicht sogar eine neue Ära beim AC Milan – er schließt nichts aus. "Das Verhältnis zum Milan war und wird immer besonders für mich sein", sagt er, und man glaubt ihm jedes Wort.

Modric: "lukita ist eine naturgewalt"

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Besonders schwärmt Kakà von einem Mann, den er noch aus gemeinsamen Madrider Zeiten kennt: Luka Modric. "Lukita ist fantastisch. Ich kenne seine Mentalität, ich habe mit ihm gespielt. Dass er nach all den Titeln noch so brennt – das ist verrückt." Der Kroate rufe die Mitspieler, kämpfe, führe. Kakà ist überzeugt: Modric wird im Derby den Unterschied machen. Und er traut ihm noch zwei, drei weitere Spieljahre zu – Wissenschaft und Körperpflege machen es möglich.

Wer muss bei Inter weg, damit Milan gewinnt? Kakà antwortet schnell: Thuram. Lautaro ist verletzt, also fällt die Wahl auf den Franzosen. Klare Ansage.

Allegri, chivu und ein lob, das überrascht

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Zum Milan-Trainer Massimiliano Allegri hat Kakà eine pragmatische Haltung. Ja, er ist Brasilianer, ja, er liebt schönen Fußball. Aber: "Im perfekten Welt verbindet man beides. Als Milanista schaut man auf das Positive." Milan ist Zweiter, kämpft um den Titel, ist wieder in Europa. Das zählt.

Überraschend offen lobt er auch Inter-Trainer Cristian Chivu. Beim Klub-WM im Sommer lief es noch holprig, aber seitdem hat der Rumäne eine solide Mannschaft geformt. "Eine angenehme Überraschung", sagt Kakà – und das klingt nicht nach Höflichkeit, sondern nach echtem Respekt.

San siro, weltmeisterschaft und ein brasilianischer goldmedaillengewinner auf schnee

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Dass San Siro irgendwann abgerissen wird, schmerzt ihn. "Die Geschichte, die Nostalgie – das ist ein Teil von uns, der geht." Aber er akzeptiert es. Das Leben geht weiter, neue Abenteuer entstehen. Typisch Kakà: Melancholie ja, Bitterkeit nein.

Zur WM 2026 unter Carlo Ancelotti als Brasilien-Coach ist er optimistisch. "Carlo ist die richtige Person für diesen Moment." Und dass sein Land erstmals eine Goldmedaille im Ski geholt hat – durch Lucas Pinheiro Braathen – erfüllt ihn mit Stolz. Er verfolgt alles, auch Tennis, auch João Fonseca, dem er bei Indian Wells etwas zutraut.

Aber zuerst kommt das Derby. Und da hat Kakà eine Gewissheit: Milan schlägt Inter. "Ich vertraue Lukita", sagt er. Nicht als Wunsch. Als Tatsache.