Juve schaltet auf sieg-modus: spalletti-vertrag bis 2028 fix
Der Zeitraum verdoppelt, der Anspruch bleibt: Juventus und Luciano Spalletti verlängern vorzeitig bis 2028 – und nehmen damit Anlauf auf die sofortige Rückkehr in die Champions League.
Elkanns öffentlicher schulterschluss
John Elkann, Exor-Chef und mächtigster Agnelli-Erbe, machte es in seinem Shareholder-Brief klar: „Spalletti hat neue Energie in die Kabine gebracht, den Siegeshunger zurückgeholt.“ Kein Wort über andere Spieler, nur der Coach und Youngster Kenan Yildiz wurden erwähnt – ein Machtwort, das in Turin schwerer wiegt als jede Unterschrift.
Die Verhandlungen mit Sportdirektor Damien Comolli laufen auf Hochtouren. Statt der ursprünglichen 8-Monats-Klausel wird ein Vierjahres-Pakt vorbereitet, der Spallettis Gehalt auf rund 6 Millionen Euro plus Champions-Bonus anhebt. Treffen vor Ostern, Fertigstellung vor dem Genoa-Spiel am Ostermontag – so lautet der Zeitplan.

Champions league oder ausverkauf
Der Knackpunkt heißt 60 bis 70 Millionen Euro UEFA-Prämie. Genau diese Lücke klafft zwischen Viertelfinale und Ausfall. Deshalb zieht Spalletti die Notbremse: In den nächsten acht Spielen muss Juve den Vorsprung von drei Punkten auf Como und die Roma egalisieren. Sonst droht erneut die Quali-Runde, sonst fehlt das Geld für den geplanten Kader-Coup.
Alisson Becker (Liverpool, nur noch ein Jahr Vertrag) und der ablösefreie Bernardo Silva stehen ganz oben auf der Wunschliste. Lewandowski, 37, wird trotz seines Alters ernsthaft geprüft – seine Erfahrung vom ewigen Gewinnen fehlt der jungen Juve wie Salz in der Minestrone. Vlahovic soll vor dem Fest vorverlängern, Kolo Muani könnte im Tausch mit David zu PSG zurückfliegen.
Spalletti hat Locatelli, Kelly und McKennie wieder auf Kurs gebracht, doch er weiß: Drei weitere Leader-Profile, alle ü30, müssen her. Die Mission lautet nicht mehr „Wiederaufbau“, sondern Sofort-Titel. Die Signale sind eindeutig – wer im Sommer nicht in der Champions League steht, fliegt raus aus dem Projekt.
Der Countdown läuft: acht Spiele, eine Saison, eine Entscheidung über 200 Millionen Euro. Spalletti hat den Vorstand hinter sich, das Stadion im Rücken und die Uhr im Auge. In Turin tickt sie lauter als anderswo.
