Julia simic: so findet man motivation im fußball wirklich

Julia Simic hat Länderspiele für Deutschland bestritten, Tore geschossen, Niederlagen verdaut – und weiß trotzdem, wie es sich anfühlt, keine Lust auf Training zu haben. Heute sitzt sie auf der anderen Seite: als Co-Trainerin der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft. Was sie in dieser Doppelrolle über Motivation gelernt hat, lässt sich auf jeden übertragen, der jemals die Sporttasche lieber in die Ecke geworfen hat.

Motivation kommt nicht aus dem nichts – sie entsteht beim tun

Simic macht es in einem Interview mit kicker kids unmissverständlich klar: Warten, bis die Lust von allein kommt, ist eine Strategie, die fast nie funktioniert. Ihr Rezept klingt simpel, trifft aber den Kern. Tasche packen. Schuhe anziehen. Raus auf den Platz. Sobald man sich bewegt, sobald der Ball rollt und die Mitspielerinnen lachen, stellt sich das Gefühl fast von selbst ein. Das ist keine Motivationsrede – das ist Erfahrung aus Jahren im Profifußball.

Als Kind war es bei ihr der pure Spaß. Später kamen Ziele hinzu: besser werden, für das Team alles geben. Diese Entwicklung kennen viele junge Spielerinnen und Spieler, auch wenn sie sie selten so klar benennen können. Simic gibt ihr eine Sprache.

Fehler sind kein problem – sie sind der weg

Fehler sind kein problem – sie sind der weg

Wer Angst hat, einen Fehlpass zu riskieren, wird nie lernen, präzise zu spielen. Das ist Simics Kernbotschaft an alle, die sich im Training zurückhalten, weil sie nicht falsch liegen wollen. „Ohne Fehler lernt man nichts. Wichtig ist, es wieder zu versuchen.