Leverkusen: garcía spricht offen über formkrise und wm-traum

Die Werkself bangt um die Champions-League-Qualifikation – und Niklas García, der sich in Leverkusen zu einer zentralen Figur entwickelt hat, spricht im exklusiven SPORT1-Interview über die Formschwäche, die Vaterrolle und seine Ambitionen für die Weltmeisterschaft im Sommer.

Die rückrunde: was fehlt leverkusen?

Die Hinrunde ließ auf eine erfolgreiche Saison hoffen, doch das Jahr 2026 hat es für Bayer Leverkusen in sich. Nur 14 Punkte aus zehn Partien in der Rückrunde und lediglich vier Siege aus zwölf Spielen im Kalenderjahr – die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. García räumt ein, dass die Mannschaft in einer schwierigen Phase steckt. “Wir spielen häufig guten Fußball, gewinnen aber nicht”, so der Spanier. “Wir müssen uns als Mannschaft, aber auch jeder für sich, genau analysieren und die Fehler abstellen. Oft sind es nur kleine Details, die den Unterschied machen.”

Die spielfreie Woche kommt für die Leverkusener daher wie gerufen. Nach der enttäuschenden 3:3-Unentschieden gegen Heidenheim, in der die Mannschaft eine Führung verspielte, soll nun frischer Wind in die Truppe kommen. “Das Match in Heidenheim war für uns alle enttäuschend”, gesteht García. “Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, lagen 2:0 vorn und haben es am Ende trotzdem verloren. Das müssen wir uns ankreiden.”

Vaterglück und neue prioritäten

Vaterglück und neue prioritäten

Neben den sportlichen Herausforderungen erlebt García gerade auch privat intensive Zeiten. Der 28-Jährige ist frischgebackener Vater geworden. “Es ist unser erstes Kind. Es gibt anstrengende Momente, schwierige Nächte, aber es ist natürlich etwas sehr Schönes”, beschreibt er die neue Situation. Die verpasste Länderspielnominierung nahm er gelassen hin: “Im ersten Moment war ich natürlich enttäuscht, aber ich habe das schnell akzeptiert.”

Die Konkurrenz im Mittelfeld ist enorm, aber García blickt optimistisch in die Zukunft. “Wir sind nah dran. Jetzt bleiben uns sieben Endspiele, dazu kommt der DFB-Pokal. Wir werden uns auf jede Partie sehr genau vorbereiten.”

Champions-league-ambitionen und wm-ziel

Champions-league-ambitionen und wm-ziel

García bekräftigt das Ziel, mit Leverkusen wieder in die Champions League einzuziehen. “Unser Ziel ist klar: Wir wollen unter die ersten Vier.” Und auch für die Weltmeisterschaft im Sommer hat er große Pläne. “Das bleibt auch ein klares Ziel für mich. Ich werde alles daransetzen, mir meinen Platz zu erarbeiten.”

Die Aufgabe ist klar: Bayer Leverkusen muss in den kommenden Spielen seine Bestleistung abrufen, um den verpassten Ansprüchen gerecht zu werden. Und Niklas García wird dabei eine Schlüsselrolle spielen – sowohl auf dem Platz als auch als Mentor für die jüngeren Spieler. Die Saison ist noch lange nicht entschieden, und die Werkself hat noch alle Trümpfe in der Hand, um das Ruder herumzureißen. Die Fans dürfen gespannt sein, ob sie ihre Mannschaft wieder in Topform erleben werden.