Jets: neuer negativrekord – ein team schaut ungläubig zu

Die New York Jets haben eine neue, äußerst unschöne Bestmarke im nordamerikanischen Sport aufgestellt. Während die Buffalo Sabres nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in die NHL-Playoffs einziehen konnten, müssen sich die Jets mit der Tatsache abfinden, nun allein an der Spitze der längsten aktiven Playoff-Durststrecke des Profisports zu stehen – eine Situation, die für das Franchise und seine Fans zunehmend existentiell wird.

Der bittere vergleich mit buffalo

Die Sabres haben mit ihrem Playoff-Einzug nach 14 Jahren eine Welle der Euphorie ausgelöst und gleichzeitig das Ausmaß der Misere der Jets noch deutlicher hervorgehoben. Denn während in Buffalo ausgelassen gefeiert wird, steht in New York die Frage im Raum: Wann wird das Team endlich wieder den Schritt in die Postseason schaffen? Die Antwort ist – zumindest bisher – ein frustrierendes Schweigen.

Die letzte Teilnahme an den Playoffs liegt nun schon über anderthalb Jahrzehnte zurück, genauer gesagt im Jahr 2010. Damals, unter Rex Ryan, erreichte das Team sogar das AFC Championship Game gegen die Pittsburgh Steelers, verlor jedoch knapp mit 19:24 und verpasste den erhofften Einzug in den Super Bowl. Seither scheinen die Jets in einem Teufelskreis gefangen zu sein. Neue Trainer, neue Spieler, neue Strategien – nichts konnte die Durststrecke beenden.

Fünf verschiedene Head Coaches (Todd Bowles, Adam Gase, Robert Saleh, Jeff Ulbrich, Aaron Glenn) haben in dieser Zeit versucht, das Ruder herumzureißen, doch die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: 86 Siege bei 160 Niederlagen seit 2010. Selbst Teams wie die Cleveland Browns oder die Jacksonville Jaguars, die ebenfalls sportlich oft zu kämpfen hatten, haben es zumindest gelegentlich geschafft, die Playoffs zu erreichen. Die Jets dagegen warten weiterhin vergeblich. Es ist eine Generation von Fans vergangen, die das Gefühl eines erfolgreichen Playoff-Auftritts nicht mehr erlebt hat.

Kann geno smith die wende bringen?

Kann geno smith die wende bringen?

Head Coach Aaron Glenn betont zwar immer wieder sein Vertrauen in Quarterback Geno Smith, der als “der Mann, der die Jets ins gelobte Land führen wird” bezeichnet wurde, doch seine jüngste Saison bei den Las Vegas Raiders war alles andere als überzeugend. Die Hoffnung ruht nun darauf, dass Smith die Chance nutzen kann, seine Kritiker eines Besseren zu beweisen und endlich den ersehnten Erfolg zu bringen.

Die Sabres haben bewiesen, dass lange Negativserien im Profisport nicht ewig andauern können. Für die Jets bedeutet das zusätzlichen Druck, aber gleichzeitig auch die Hoffnung auf einen sportlichen Wendepunkt.

Die Luft in New York wird dünner, und die Verantwortlichen müssen handeln, wenn sie verhindern wollen, dass die Jets endgültig als das Franchise mit dem schlechtesten Image im US-Sport abgestempelt werden. Es wird Zeit, dass die Jets endlich wieder auf dem Spielfeld sprechen und nicht mehr mit Statistik-Negativrekorden.