Woltemade schießt zurück: „wer newcastle nicht sieht…“,

Newcastle – Der deutsche Nationalstürmer Nick Woltemade hat mit deutlichen Worten auf die jüngste Kritik an seiner Leistung reagiert. Nach einem schwächeren Start in die Premier League mit Newcastle United sieht sich der 24-Jährige in die Enge getrieben und verteidigt sich gegen Vorwürfe einer Formkrise. „Das stört mich schon“, erklärte Woltemade in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Neue position, neue herausforderungen

Der Kern des Problems liegt laut Woltemade in seiner veränderten Rolle im Team von Magpies-Trainer Eddie Howe. „Ich spiele auf einer ganz anderen Position als noch zu Saisonbeginn“, betonte er. Statt im Sturmzentrum, wo er in der Bundesliga für Furore sorgte, wird er nun häufig weiter hinten im Mittelfeld eingesetzt. Das spiegelt sich natürlich auch in seiner Torquote wider: In diesem Jahr traf er lediglich einmal. Die Zahl allein sagt jedoch wenig aus, so Woltemade.

„Man kann die Torquote eines Stürmers ja nicht mit der eines Mittelfeldspielers vergleichen, der 50, 60, 70 Meter vom gegnerischen Tor entfernt spielt“, argumentierte er scharf. Woltemade schilderte, dass er sich derzeit anders sehe als zu Beginn der Saison: „Im Moment bin ich ein komplett anderer Nick Woltemade. Man müsste mich eher danach bewerten, wie ich meine Zweikämpfe führe oder die Räume sichere.“

Gelassenheit trotz torflaute

Gelassenheit trotz torflaute

Obwohl seine Torquote gelitten hat, zeigt sich Woltemade überraschend entspannt. „Ich schieße dadurch viel weniger Tore, klar. Aber ich finde es gar nicht schlecht, mein Repertoire zu erweitern“, so der Angreifer. Er ist überzeugt, dass ihm diese neue Erfahrung langfristig stärker machen wird. „Und ich bin überzeugt, dass es mich auf Dauer stärker macht, wenn ich auch mit solchen Phasen umzugehen lerne.“

Die sehnsucht nach dem sturmzentrum

Die sehnsucht nach dem sturmzentrum

Trotz seiner Anpassungsfähigkeit im Mittelfeld träumt Woltemade weiterhin vom Sturmzentrum. Sein Auftritt beim 2:1-Sieg gegen Ghana im DFB-Testspiel, wo er als Mittelstürmer spielte, ließ ihn erkennen, wo seine Stärken am besten zur Geltung kommen. „Ich denke, dass ich dadurch meine Stärken fürs Team am besten einbringen kann“, erklärte er.

Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Woltemade seine neue Rolle bei Newcastle akzeptiert und sich darin weiterentwickelt oder ob er weiterhin nach einer Rückkehr ins Sturmzentrum drängt. Eines steht fest: Der junge Stürmer ist entschlossen, sich der Herausforderung zu stellen und seine Qualitäten auch außerhalb des Sturmzentrums zu beweisen. Die Fans von Newcastle und der deutschen Nationalmannschaft dürfen gespannt sein, wie sich seine Karriere weiterentwickelt.