Italia u19 ringt türkei nieder – inacio schießt azzurri ins em-endturnier
Ein Schlag von Samuele Inacio, ein Aufschrei im Ceravolo – und Italien darf wieder von ganz oben träumen. Die U19 der Squadra Azzurra erkämpfte sich in Catanzaro ein 1:1 gegen die Türkei, das als Erster im Quali-Tableau reicht und direkt das Ticket für die EM-Endrunde in Wales (28. Juni bis 11. Juli) löst.
Regen, dreck, vorfreude: so spielte sich die qualifikation
Der Boden war ein Schlammteppich, die Nerven blank, aber die Rechnung stimmte. Trainer Alberto Bollini stellte seine beiden Dortmunder Edelsteine auf: Luca Reggiani lief mit Schutzmaske auf, Inacio durfte nach Gelb-Sperre endlich wieder wirbeln. Nach 31 Minuten nahm Letzterer einen Steilpass mit links mit, zog in den Strafraum und donnerte das Leder unhaltbar unter die Latte. Die 1.500 Zuschauer im Stadio Ceravolo erlebten live, warum der 18-Jährige in der U19-Bundesliga bereits sieben Treffer markiert hat.
Italien dominierte die ersten 20 Minuten nach Seitenwechsel, ließ durch Tommaso Natali die Großchance zum 2:0 aus. Doch die Türkei schlug zurück: Soylu (VfL Wolfsburg) zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern sehenswert in den Winkel – 1:1, und plötzlich drohte das Fiasko, denn bei einer Niederlage wäre der Verband aus Anatolien vorbeigezogen.

Torverhältnis rettet den tag – und die zukunft
Bollini reagierte, stellte um auf 4-1-4-1, schickte frische Beine. Die Azzurrini schalteten runter, verhinderten jede zweite Woge und verwalteten das Unentschieden. Endstand: beide Teams auf sieben Punkten, Italien mit +4 das bessere Torverhältnis, Türkei +2. Die Zahlen lügen nicht – und sie schicken Italien zurück in die Riege der besten acht Europas.
Vor genau zwölf Monaten war in derselben Region noch das Aus gegen Spanien und Frankreich passiert. Diesmal kein Gruppengrab, sondern ein Gruppensieg. Die U19 von 2023 holte in Malta den Titel; Pisilli und Esposito steigen längst in den Profi-Kaders. Für Inacio & Co. beginnt jetzt der Countdown auf Wales. Dort will Bollinis Truppe nicht nur dabei sein – sie will wieder ganz oben stehen.
