Istanbulspor trauert: baran vardar verliert kampf gegen krebs mit 20

Ein Lächeln, das nicht mehr aufleuchten wird. Baran Vardar, Innenverteidiger von Istanbulspor, ist tot. Der 20-Jährige erlag am Sonntagmorgen in einer Istanbuler Klinik seinem Krebsleiden. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte er am 11. Mai 2024 gegen Fenerbahce – damals noch in der Startelf, heute nur noch eine Erinnerung.

„Wir trauern zutiefst“: so reagiert istanbulspor

Der Zweitligist bestätigte den Tod auf X. „Wir sind voller Schmerz und tiefer Trauer. Baran Alp wird uns mit seinem Charakter, seiner Loyalität und seinem fröhlichen Lächeln immer in Erinnerung bleiben“, schrieb der Klub. Die Nachricht löste eine Welle des Mitgefühls aus: Tausende Fans kommentieren unter dem Post, viele tauschen ihr Profilbild gegen ein schwarzes mit Barans Rückennummer 24.

Vardar war kein Superstar, aber ein Hoffnungsträger. In der Saison 2023/24 kam er auf drei Süper-Lig-Einsätze. Trainer İbrahim Üzülmez setzte ihn gegen Alanyaspor und Sivasspor ein, beim 2:3 gegen Fenerbahce stand er erstmals in der Startformation. Drei Tage später die Diagnose: Hodgkin-Lymphom, Stadium vier. Die Karriere war auf Eis gelegt, das Leben stand auf dem Spiel.

Kampf auf der intensivstation

Kampf auf der intensivstation

Seit Juni 2024 absolvierte Vardar Chemotherapie, begleitet von Teamkollegen, die ihm nach jeder Session Whatsapp-Sprachnachrichten schickten. „Wir warten auf dich, Bruder“, lautete die Standard-Phrase. In den letzten Wochen musste er künstlich ernährt werden, die Lungenfunktion brach zusammen. Am Freitag postete seine Schwester ein Foto aus dem Krankenzimmer: Baran hält ein Istanbulspor-Trikot hoch, darunter das Datum 14. März 2026 – sein letztes selbst gewähltes Datum, an dem er zurückkehren wollte.

Die türkische Fußball-Föderation unterbrach am Sonntag alle Zweitliga-Spiele in der 29. Minute – Vardars Rückennummer. In der 24. Minute, seiner ursprünglichen Nummer, pfiffen Schiedsrichter in ganz Türkei eine Gedenkminute. Die Zuschauer applaudierten, viele weinten. Istanbulspor wird sein Trikot nicht mehr vergeben.

Baran Vardar beerdigt man am Mittwoch auf dem Feriköy-Friedhof. Der Klub hat angekündigt, ein Nachwuchsleistungszentrum nach ihm zu benennen. Die erste Gruppe wird im September mit 24 Jungen starten – einer für jedes Jahr seines kurzen Lebens.