Daniliuc zieht die notbremse: keine gnade für sparflamme im fcb-kader
Flavius Daniliuc hat nach dem 3:1 gegen Servette die Bombe platzen lassen: Wer im Training nur noch halbherzig arbeitet, fliegt raus. Keine Diskussion, keine zweite Chance. Der Verteidiger packt aus, dass einige Profis bereits separiert trainieren.
Der mannschaftsrat hat gesprochen
„Locker gibt es bei uns nicht mehr“, sagt Daniliuc und meint damit nicht nur die Stimmung im Cabrio, sondern den Komplett-Ausstieg aus der Komfortzone. Gemeinsam mit dem Mannschaftsrat und Trainer Stephan Lichtsteiner zogen die Basler eine rote Linie. Wer die Intensität drosselt, landet auf dem Abstellgleis. „Wir haben in dieser Saison schon zu viele Prozente weggelassen“, so der 24-Jährige. „Das dürfen wir nicht mehr.“
Lichtsteiner untermauert die Härte. „Arbeitsmentalität ist für mich unverhandelbar. Man spielt, wie man trainiert“, sagt der Ex-Nati-Kapitän. Für ihn zählt nicht der Name auf dem Trikot, sondern die Frequenz der Beinarbeit. 90 Minuten Match, 120 Minuten Training – alles andere ist Makulatur.

Die betroffenen schweigen, die uhr tickt
Der Klub nennt keine Namen, intern kursieren aber drei Kandidaten, deren Einsatzzeiten in den letzten Wochen schon schrumpften. Keiner von ihnen stand am Sonntag im Kader. Wer jetzt denkt, dass Ligaspiel-Druck reicht, um wieder in den Zirkel zurückzukehren, irrte. Lichtsteiner: „Ich verlange von jedem Spieler, dass er in jeder Übung die Intensität auf den Platz bringt.“ Punkt. Aus. Vorbei.
Der Sieg gegen Servette war also nur die halbe Miete. Die eigentliche Botschaft lautet: Basel will die Saison nicht mit 85, sondern mit 100 Prozent Leistungsdichte über die Ziellinie bringen. Wer nicht mitzieht, darf sich auf Teilzeit beim Nachwuchs einstellen. Daniliuc sieht das gnadenlos nüchtern: „Die wurden zur Seite geschoben und trainieren nicht mehr mit uns.“
