Istanbul bebt: derby-chaos mit platzverweis und strittigen entscheidungen!

Istanbul erlebte gestern Abend ein Derby für die Geschichtsbücher – und das aus den falschen Gründen. Galatasaray Istanbul setzte sich im Duell gegen Fenerbahce mit 3:0 durch und scheint nun die türkische Meisterschaft in Reichweite zu haben, doch das Spiel wird vor allem durch Unaufgeregt und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen sowie den Platzverweis des Fenerbahce-Keepers Ederson in Erinnerung bleiben.

Der schiedsrichter im fokus des interesses

Schiedsrichter Abdullah Özkara hatte eine schwere Nacht. Zahlreiche strittige Szenen sorgten für hitzige Diskussionen, allen voran die Entscheidung, Galatasaray einen Elfmeter zu verweigern, nachdem Leroy Sané im Strafraum gefoult worden war. Die VAR-Bilder ließen eine klare Linie auf den Fuß von Dorgeles Nene erkennen, doch der Schiedsrichter blieb bei seiner Entscheidung. Eine Entscheidung, die die Gemüter auf beiden Seiten in Wallung brachte.

Victor Osimhen brachte die Gastgeber in der 40. Minute in Führung, nachdem er einen verlängerten Einwurf von Mario Lemina mit einem sehenswerten Kopfstoß im Tor unterbrachte. Kurioserweise hatte sich der Nigerianer zuvor wegen eines nicht gegebenen Foulelfmeters beschwert – ein weiteres Puzzleteil im Mosaik der umstrittenen Entscheidungen.

Torreira-Treffer nach VAR-Rücknahme

Die zweite Hälfte begann mit weiteren Kontroversen. Ein Treffer von Lucas Torreira für Galatasaray wurde durch das VAR wegen Abseits zurückgenommen. Sané hatte die Vorarbeit geleistet, was die Frustration bei den Galatasaray-Fans noch verstärkte. Doch dann kam der nächste Aufschrei: Yunus Akgün wurde im Strafraum von Jayden Oosterwolde gefoult, und diesmal zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt.

Edersons eskapade: von gelb zu rot

Edersons eskapade: von gelb zu rot

Der eigentliche Tiefpunkt des Spiels war jedoch die Leistung von Fenerbahce-Torwart Ederson. Bereits gelbverwarnt, zögerte er nach dem Elfmeter die Ausführung unnötig lange und spuckte anschließend demonstrativ auf den Boden. Schiedsrichter Özkara hatte keine Wahl und schickte den ehemaligen City-Keeper mit sofortiger Wirkung vom Platz. Der Abgang war alles andere als würdevoll: Ederson baute sich bedrohlich vor den Unparteiischen auf und brüllte ihm wütende Parolen ins Ohr, bevor ihn seine Mitspieler vom Platz ziehen mussten. Ein Verhalten, das in keiner Weise zu einem Sportmann passt.

Baris Yilmaz verwandelte den Elfmeter sicher zum 2:0 (67.), was den Galatasaray-Sieg faktisch besiegelte. Torreira erhöhte auf 3:0, nachdem der eingewechselte Fenerbahce-Ersatzkeeper Mert Günok einen Ball unglücklich freigab.

Die Meisterschaft rückt näher

Galatasaray steht nun kurz vor dem Gewinn der türkischen Meisterschaft. Doch der Sieg wird durch die vielen umstrittenen Szenen und insbesondere Edersons unsportliches Verhalten überschattet. Der Vorfall wirft ein schlechtes Licht auf den türkischen Fußball und zeigt, wie wichtig eine neutrale und faire Schiedsrichterführung ist. Die kommenden Tage werden zeigen, welche Konsequenzen Edersons Verhalten nach sich zieht.