Iran will doch zur wm – aber nur, wenn die usa aus dem spielplan verschwinden
Die iranische Führung lügt sich selbst an. Nach monatelangem Drohgebimmel mit einem Boykott der WM 2026 flüstert Teheran jetzt der FIFA ins Ohr: Könnten wir unsere Gruppenspiele nicht einfach nach Mexiko verlegen? Dahinter steckt wenig Sport, viel Propaganda – und die Angst, in den USA als Kriegspartei zur Zielscheibe zu werden.
Warum mexiko plötzlich der traumort ist
Offiziell heißt es, man wolle „die eigene Fanszelle schützen“. Tatsächlich verbietet ein Trump-Dekret iranischen Staatsbürgern seit Monaten die Einreise in die USA. Also sind die drei Gruppenspiele gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland – alle für amerikanische Stadien geplant – für Teheran ein PR-GAU: Bilder von leeren Blöcken, statt Jubelchoreografien. In Mexiko-City oder Guadalajara dagegen könnten tausende regimefreundliche Anhänger auflaufen, das Fernsehen liefert die Großaufnahmen, der Boykott wäre vergessen.
Das Problem: Die FIFA hat schon 1,2 Millionen Tickets verkauft, Hotels blockiert, Teamquartiere vergeben. Eine Verlegung wäre ein logistischer Tsunami. Dazu kommt die politische Rechnung. Gianni Infantino pflegt ein unterwürfiges Verhältnis zu Donald Trump. Der US-Präsident wiederum hat die WM zur „größten und sichersten“ seiner Geschichte erklärt. Würde er plötzlich ein Drittelfinale in Mexiko dulden, brächte er sich selbst um die Inszenierung.

Der zeitplan arbeitet gegen teheran
In 85 Tagen eröffnet das Turnier. Die Mainframes der FIFA laufen auf Vollast, jede Umschaltung einer Begegnung würde Hunderte Charterflüge, Broadcast-Routings und Sicherheitskonzepte neu kabeln. Selbst das iranische Außenministerium rechnet intern mit einer Absage, wie Diplomaten gegenüber der Sportschau durchblicken ließen. Doch die Frist läuft ab. Sollte Infantino bis 1. April nicht reagieren, kann Teheran offiziell die „Unfairness“ bemängeln und den Boykott als „Folge westlicher Blockade“ verkaufen.
Der einzige Gewinner dieses Schlagabtaus ist der Schachspieler im Weißen Haus. Trump braucht keinen einzigen Tweet mehr – die Angst der Gegner reicht. Der Iran aber steht vor der Wahl: Kniefall vor der FIFA oder endgültiger Rückzug. Beide Szenarien sind für das Regime ein Eigentor, nur das Publikum sitzt diesmal nicht im Stadion, sondern vor den Bildschirmen – und wartet darauf, wer als Nächstes den Ball ins Aus schießt.
