Inter stolpert nach florenze: viola wittern die große chance
Die Nerazzurri haben seit zwei Pflichtspielen den Sieg vergessen, die Gigliati nach dem 4:3 gegen Raków Czestochowa dampfend heiß. Ab 20.45 Uhr im Franchi droht dem Tabellenfünder ein echtes Erdbeben.
Colombo pfeift, maresca sitzt im käfig
Der 41-jährige Luca Colombo leitet seine achte Serie-A-Partie der Saison, Assistenten sind Bahri und Dei Giudici. Vierter Offizieller: Tremolada. Im VAR herrscht Massimiliano Maresca, der in dieser Spielzeit bereits drei Inter-Spiele bewertete – mit durchschnittlich 5,3 gelben Karten pro Match. Ein Wink? Womöglich. Denn Simone Inzaghi forderte nach dem 1:1 gegen Atalanta mehr „Intelligenz in den Zweikämpfen“, codiert für: keine unnötigen Fouls.
Inter blieb in Bergamo ungeschlagen, kassierte aber den dritten Gegentreffer nach Ecke. Milan-Skorer Rafael Leão nutzte indes die Gunst der Stunde, verspielte gegen Lazio drei Punkte – und schob den Meister mit acht Punkten Rückstand ins Abseits. Die Kluft wirkt riesig, doch Innenverteidiger Stefan de Vrij warnte gestern auf Sky: „Die Meisterschaft ist nicht am 30. März entschieden.“

Calhanoglu zurück, augusto fest in der startelf
Hakan Calhanoglu kehrt nach Oberschenkelproblemen in die Regie, links außen behält Carlos Augusto seinen Platz. Das 3-5-2 bleibt, trotz aller Diskussionen über ein mögliches 3-4-2-1. Vanoli, Interims-Coach der Fiorentina, baut nach dem Europa-Comeback dreifach um: Comuzzo für Ranieri, Barák für Bonaventura, Nzola für Beltran. Sein Credo: „Gegen den Leader braucht man Mut, nicht Mitleid.“
Die Statistik spricht eine klare Sprache: Im Hinspiel zerlegte Inter die Gigliati mit 3:0, Lautaro und Thuram trafen doppelt. Doch die letzten drei Gastspiele in Florenz endeten Remis, zuletzt ein torloser Krimi im Mai 2023. Die Curva Fiesole feuert heute 40.000 Rauten – und erwartet den ersten Heimsieg gegen die Nerazzurri seit 708 Tagen.
DAZN überträgt exklusiv, parallel liefert Gazzetta.it Liveticker mit Heatmaps und Sprint-Analyse. Anpfiff 20.45 Uhr, die Temperatur bei 13 Grad, leichter Wind aus Südwest – ideale Bedingungen für einen Fußball-Abend, der über Titel und Trost entscheiden könnte.
Verliert Inter, schmilzt der Vorsprung auf fünf Punkte. Gewinnt die Viola, rückt Europa wieder in Reichweite. Die Logik sagt Tabellenführer, das Herz sagt Außenseiter. In Florenz glaubt man an den Herzschlag vor der Pause.
