Infantino festigt macht: afrika steht geschlossen hinter dem fifa-präsidenten

Vancouver – Gianni Infantino kann sich erneut auf die Unterstützung Afrikas verlassen. Bei einer Sitzung vor dem FIFA-Kongress in Vancouver haben sich die Mitgliedsverbände des Afrikanischen Fußballverbands (CAF) einstimmig für eine mögliche Wiederwahl des FIFA-Präsidenten ausgesprochen. Ein starkes Signal im Vorfeld der entscheidenden Abstimmungen.

Die machtverhältnisse verschieben sich

Die machtverhältnisse verschieben sich

Die Unterstützung aus Afrika kommt zu einem günstigen Zeitpunkt für Infantino, der seine Ambitionen für eine weitere Amtszeit von 2027 bis 2031 noch nicht offiziell bestätigt hat. Bereits Anfang April hatte sich der südamerikanische Fußballverband (CONMEBOL) öffentlich hinter dem Schweizer gestellt. Dieser Schritt lässt den Verdacht aufkommen, dass die Debatte um eine mögliche Aufstockung der WM 2030 auf 64 Teams eine Rolle spielt. Die Hoffnung: Durch die Aufstockung könnten zusätzliche Partien in Südamerika stattfinden, neben den bereits geplanten Spielen in Paraguay, Uruguay und Argentinien.

Es ist ein Spiel der Allianzen, in dem Infantino seine Position weiter festigt. Die FIFA verzeichnet unter seiner Führung Rekordeinnahmen, was ihm zweifellos Auftrieb verleiht. Doch nicht alles läuft rund: Vor allem seine enge Beziehung zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat in der Vergangenheit für Kritik gesorgt. Fair Square hatte sich beschwert, mögliche Verstöße gegen die politische Neutralität zu sehen, und der norwegische Verband unterstützte diese Beschwerde.

Bemerkenswert ist die auffallende Stille aus anderen FIFA-Mitgliedsverbänden. Die wenigen kritischen Stimmen werden von einem Chor der Zustimmung übertönt. Ein Umstand, der die Macht Infantinos noch deutlicher unterstreicht. Die Frage ist nicht, ob er erneut kandidiert, sondern wie stark die Konkurrenz sein wird.

Die Statutenänderung, die das FIFA Council vor vier Jahren unter der Leitung von DFB-Chef Bernd Neuendorf beschloss, ermöglicht Infantino eine nahezu ungehinderte Wiederwahl bis 2031. Ob er dieses Privileg nutzen wird, bleibt abzuwarten. Die Entwicklung wird die Fußballwelt weiterhin aufmerksam verfolgen.