Infantino: afrika gibt gianni die daumen – wm-hoffnungen steigen!
Vancouver – Die Macht von FIFA-Präsident Gianni Infantino wächstweiter. Nach dem Rückenwind aus Südamerika sichert sich der Schweizer nun auch die bedingungslose Unterstützung Afrikas für eine mögliche weitere Amtszeit. Eine klare Botschaft vor dem Kongress des Weltverbandes.
Caf-entscheidung: einmütige zustimmung für infantino
Der Afrikanische Fußballverband (CAF) gab am Donnerstag bekannt, dass sich seine Mitgliedsverbände auf einer Sitzung in Vancouver „einstimmig“ für eine Wiederwahl des Amtsinhabers ausgesprochen haben. Infantino, dessen bisherige Amtszeit von Rekordeinnahmen und einer Konsolidierung seiner Machtposition geprägt ist, hat bisher keine offizielle Bestätigung für eine Kandidatur im Zeitraum von 2027 bis 2031 abgegeben. Doch die Unterstützung aus Afrika ist ein deutliches Signal.
Die Entscheidung des CAF ist wahrscheinlich kein Zufall. Im Hintergrund brodelt die Debatte um eine mögliche Aufstockung der WM 2030 auf 64 Teams. Während das Turnier hauptsächlich in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen wird, sollen bereits drei Spiele in Paraguay, Uruguay und Argentinien stattfinden. Eine Aufstockung könnte Südamerika weitere Partien bescheren – und somit auch die Unterstützung eines einflussreichen Kontinents für Infantino sichern.
Der Schweizer hat seine Position im Weltverband deutlich ausgebaut. Seine enge Beziehung zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump sorgte kürzlich für Kontroversen. Die Organisation Fair Square reichte eine Beschwerde ein, die mögliche Verstöße gegen die politische Neutralität der FIFA-Ethikkommission anprangert. Auch der norwegische Verband unterstützte diese Beschwerde. Doch abgesehen von diesen vereinzelten Kritikstimen herrscht weitgehend Stille.
Infantino übernahm 2016 das Ruder bei der FIFA von Joseph Blatter und wurde seitdem 2019 und 2023 jeweils ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Eine Statutenänderung, die von DFB-Chef Bernd Neuendorf initiierte, ermöglicht es ihm, bis 2031 im Amt zu bleiben. Die Frage ist: Wird Infantino diesen Vorteil nutzen und erneut kandidieren? Die Unterstützung aus Südamerika und Afrika deutet stark darauf hin. Die FIFA steht vor einer spannenden Zeit.

Die schattenseiten der macht
Kritiker bemängeln, dass Infantinos Führungsstil zu einer zunehmenden Konzentration der Macht in seiner Hand führe. Die Beschwerde von Fair Square wirft ernsthafte Fragen hinsichtlich der politischen Neutralität der FIFA auf. Die Unterstützung des norwegischen Verbandes zeigt, dass diese Bedenken ernst genommen werden müssen. Nur die Zeit wird zeigen, ob Infantino diese Herausforderungen meistern kann und ob seine Machtposition weiterhin unangefochten bleibt.
