Präsidentschaftswahlen 2026: umfragestudie enthüllt tiefe gräben
Die politische Landschaft Kolumbiens steht vor einem entscheidenden Wendepunkt. Eine neue Umfrage, vorgelegt von Guarumo und EcoAnalítica, zeichnet das Bild einer zutiefst polarisierten Gesellschaft und eines Wettstreits, der weit jenseits der ersten Runde umstritten sein dürfte.

Cepeda führt, aber die opposition lauert
Senator Iván Cepeda, der Kandidat der amtierenden Regierung, liegt in der ersten Runde derzeit vorn mit 38 Prozent Zustimmung. Ein solides Ergebnis, das er vor allem der weiterhin recht positiven Wahrnehmung der Regierung (46,1 Prozent) verdankt. Doch die Umfrage offenbart eine brisante Entwicklung: Abelardo de la Espriella, ein Anwalt, folgt dicht auf seinen Fersen mit 23,9 Prozent, während die Senatorin Paloma Valencia von Centro Democrático mit 22,8 Prozent ebenfalls im Rennen bleibt. Die Diskrepanz von nur 1,1 Prozentpunkten zwischen den beiden Rechtskandidaten deutet auf einen erbitterten Kampf um den zweiten Platz hin – und damit um die Chance, Cepeda in einer möglichen Stichwahl herauszufordern.
Die Kandidaten Claudia López (3,7 Prozent) und Sergio Fajardo (3,6 Prozent) sowie der hohe Anteil an Wahlverweigerern (4,1 Prozent im nationalen Durchschnitt) verdeutlichen die Unzufriedenheit eines Teils der Wählerschaft. Was aber wirklich alarmierend ist, ist das Phänomen des
