Hummels schießt gegen deutsches wm-angst-image – spanien setzt den maßstab
Mats Hummels knallt die Wahrheit auf den Tisch: Das deutsche WM-Aus 2018 und 2022 war keine Fußball-Geschichte, sondern ein Verbrechen gegen jede Form von Leistungsanspruch. „Was wir damals abgeliefert haben, bekommen wir diesmal nicht aufs Brot geklatscht“, sagt der Weltmeister von 2014 und lacht das Lachen eines Mannes, der die Katastrophe live miterlebt und nun als MagentaTV-Experte die Auferstehung kommentieren darf.

Spanien steht über allem, deutschland muss folgen
Die Gruppengegner Curacao, Ecuador und Elfenbeinküste sind für Hummels kein Stolperstein, sondern ein Sparringsplatz. „Wir werden nicht nur gewinnen, wir werden dominieren“, sagt er und meint das mit der Selbstverständlichkeit eines Verteidigers, der in seiner besten Zeit jeden Stürmer der Welt zunächst einmal mental abgemeldet hat. Doch der Blick richtet sich nach vorn – und dort steht Spanien. „Die spielen ein anderes Fußball-Universum. Danach kommt ein Feld von acht, neun Teams. Wir sind darin, aber noch nicht obenauf.“
Thomas Müller, mittlerweile in Kanada bei den Vancouver Whitecaps zu Hause, sieht das ähnlich. „Konstanz fehlt“, sagt der 35-Jährige, „aber wenn wir kurz aufflackern, sieht man, dass der Ofen noch heiß ist.“ Müller wird gemeinsam mit Hummels und Jürgen Klopp das Turnier als Analyst begleiten – ein Trio, das mehr Charisma hat als manche kompletten Startaufstellungen.
Die Botschaft ist klar: Deutschland darf sich nicht länger hinter historischen Trikotfetzen verstecken. Die Gruppenphase ist keine Hürde, sondern ein Statement. Und wer Weltmeister werden will, muss zunächst Spanien schlagen – oder zumindest deren Niveau erreichen. Hummels hat den Anpfiff schon in den Augen. Die WM 2026 wird für Deutschland entweder die Rückkehr in die Realität – oder der endgültige Abstieg ins Mittelmaß.
