Hummels schießt gegen wm-katastrophen: „2018 und 2022 passiert uns das nicht wieder“

Mats Hummels lässt die Korken knallen – zuminals verbal. Der Weltmeister von 2014 sagt der deutschen Nationalmannschaft für die WM in Nordamerika ein „sehr souveränes Weiterkommen“ voraus und erklärt damit die peinlichen Vorrunden-Ausscheiden 2018 und 2022 endgültig zur Schande von einst.

Die gruppe mit curacao, ecuador und elfenbeinküste sieht er als pflichtprogramm

Die gruppe mit curacao, ecuador und elfenbeinküste sieht er als pflichtprogramm

„Ich erwarte nicht nur drei Siege, ich erwarte Dominanz“, sagt der 37-Jährige, der im Sommer als Analyst für MagentaTV arbeitet. „Spanien steht über allem, danach kommen sieben, acht, neun Teams. Wir sind eins davon.“ Die Aussage klingt wie ein Seitenhieb gegen die eigenen Fast-Dämme der vergangenen Turniere.

Thomas Müller stimmt seinem ehemaligen Bayern-Kollegen zu. Der heutige Vancouver-Whitecaps-Profi sieht Deutschland im „erweiterten Favoritenkreis“, moniert aber die fehlende Konstanz. „Wir haben Phasen, in denen wir Fußball spielen, der den Gegner demoralisiert. Die Frage ist: Können wir das über vier Wochen liefern?“

Beide Spieler werden als TV-Experten fungieren – ein Zeichen, dass ihr aktives Kapitel Nationalmannschaft endgültig geschlossen ist. Doch ihre Einschätzungen erzeugen Druck auf Julian Nagelsmann, der jetzt nicht nur Erfolg, sondern auch Souveränität liefern muss.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit 1990 schied Deutschland nur zweimal vor der Runde der letzten 16 aus – 2018 und 2022. Ein drittes Mal darf sich die DFB-Elf das nicht erlauben, sonst wird Hummels‘ Prognose zur Farce. Das Turnier beginnt am 11. Juni 2026. Deutschland eröffnet gegen Curacao. Kein Spiel, sondern eine Generalprobe für den Anspruch, wieder ganz oben mitzuspielen.