Hsv hamburg verschenkt sieg: 34 tore reichen nicht gegen bergischen hc
Die Handball-Bundesliga lieferte dem HSV Hamburg am Samstagabend eine Lektion in Sachen Effizienz. Trotz 34 Treffern kassierten die Hanseaten vor heimischem Publikem eine 34:35-Niederlage gegen den Bergischen HC – und das, obwohl sie in der 46. Minute erstmals in Führung lagen.
Torsten Jansen stand nach Abpfiff wie angewurzelt am Spielfeldrand. „Wir haben die Punkte einfach liegen lassen“, sagte der Coach mit Blick auf die Tabelle, in der sein Team nun auf Rang zwölf abrutscht. „Zu Hause muss man so ein Spiel gewinnen. Punkt.“
Die defensive war ein schweizer käse
Jacob Lassen sprach es aus, was alle dachten: „34 Tore reichen normalerweise. Heute war unsere Abwehr einfach zu durchlässig.“ Besonders die Eins-gegen-Eins-Duelle gegen Steinhaus und Morante nach der Pause kosteten die Hamburger den Sieg. „Jeder Gegentreffer saß wie ein Messerstich“, sagte der Däne.
Moritz Sauter traf zehnmal, war mit 28:27 seinerseits kurz vor dem möglichen Matchwinner – doch dann folgten drei Gegentore in Serie. „Wir haben einfache Tore geschenkt, das frisst die Seele auf“, so Jansen. Die Phase, in der sein Team erstmals führte, habe man „verschlafen, verspielt, verschenkt“.

Ostersonntag in minden: jetzt oder nie
Die Kabine glich nach Abpfiff einer Bibliothek – stilles Starren, kein Musik, kein Gespräch. „Wir stehen mit leeren Händen da“, sagte Jansen und schlug mit der flachen Hand gegen die Wand. „Das wurmt uns alle.“
Am Ostersonntag geht’s nach Minden. Gegen den Aufsteiger muss drei Tage später ein Sieg her, sonst rutscht der HSV bis auf den Relegationsplatz. Die Uhr tickt. Die Saison schon.
