Schock für para-athleten: em 2026 fällt komplett aus!

Ein Nackenschlag für die europäische Para-Leichtathletik: Die geplante Leichtathletik-Europameisterschaft für Sportler mit Behinderung im Jahr 2026 ist abgesagt worden. Der Weltverband World Para Athletics bestätigte die bittere Nachricht, die viele Athleten und Verantwortliche gleichermaßen überraschte.

Kein veranstalter springt ein – was bedeutet das für die stars?

Das Problem ist hausgemacht: Es konnte sich kein Veranstalter für die Ausrichtung der EM finden lassen. Markus Rehm und seine Kollegen müssen somit auf ein ganzes Jahr ohne ein wichtiges Großereignis verzichten. Lukas Niedenzu, stellvertretender Sportdirektor des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), drückte seine Enttäuschung offen aus: „Es ist eine Tragödie, dass unsere Athletinnen und Athleten das Jahr ohne großen internationalen Leistungsvergleich verbringen müssen.“

Doch die Auswirkungen gehen weit über den verpassten Wettbewerb hinaus. Die gesamte Jahresplanung, der Trainingsaufbau und die Steuerung müssen nun überarbeitet werden. „Das bedeutet für die Sportlerinnen und Sportler, dass sie hinsichtlich der Paralympics in Los Angeles 2028 noch intensiver und konzentrierter trainieren müssen, ohne in dieser Saison ein klares Ziel vor Augen zu haben. Das ist eine Herausforderung für die Motivation, die wir nun annehmen werden.“

Ein armutszeugnis für den weltverband?

Ein armutszeugnis für den weltverband?

Die Absage hat auch finanzielle Konsequenzen. Sichtbarkeit, Vermarktung und mögliche Erfolgsprämien entfallen. Marion Peters, Para-Bundestrainerin, hält die Situation für ein „Armutszeugnis“, da kein Austragungsort gefunden werden konnte. „Dass es in diesem Jahr keine EM geben wird, schadet uns massiv, weil wir dadurch kaum präsent sind.“

Die Athleten müssen sich nun gedulden, bis zur Weltmeisterschaft 2027 in Taschkent (Usbekistan), die vom 18. bis 27. Juni stattfindet. Dort wird es dann wieder um Medaillen gehen. Danach warten die Paralympics 2028 in Los Angeles. Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob der Weltverband aus dieser Situation die richtigen Lehren zieht und in Zukunft besser dafür sorgt, dass Großereignisse der Para-Leichtathletik nicht ohne Austragungsort bleiben. Der Verlust der EM ist nicht nur ein sportlicher Rückschlag, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Wertschätzung für diese Athleten und ihre Leistungen noch längst nicht überall ausreichend ist.

Die Situation zeigt deutlich: Para-Sport braucht mehr Aufmerksamkeit und Investitionen, um seine volle Leistungsfähigkeit zu entfalten.