Levante: castro kritisiert schiedsrichterentscheidungen und personalsorgen
Ein bitterer Abend für den Levante UD: Die Partie gegen Villarreal endete mit einer deutlichen 1:5-Niederlage, und Coach Luís Castro sprach nach dem Spiel von einer Verkettung unglücklicher Umstände und fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen. Ein Spiel, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.

Personelle engpässe belasten das team zusätzlich
Die Situation wird durch die Verletzungen von Carlos Álvarez und Kareem Tunde noch verschärft. Während Tunde, der bereits vor neun Tagen gegen Sevilla eine Muskelverletzung erlitt, trotz leichter Beschwerden auflaufen konnte, ist die Schwere der Verletzung von Álvarez derzeit unklar. Castro betonte, dass er die genaue Diagnose noch abwarten müsse, räumte aber ein, dass beide Spieler wichtige Rollen in der Mannschaft einnehmen. „Wir wollen sie alle zur Verfügung haben, aber wenn sie ausfallen, werden wir keine Ausreden suchen“, erklärte er.
Die Trainerentscheidungen im Hinblick auf die Aufstellung sorgten ebenfalls für Aufsehen. Fünf Veränderungen im Vergleich zum letzten Spielzug waren zu verzeichnen. Iván Romero, der unter muskulären Beschwerden litt, wurde bereits im Warm-up beobachtet und später durch Víctor García ersetzt. „Er hat im Warm-up erwähnt, dass es ihm nicht gut geht“, so Castro. Der Einsatz von Arriaga und Pampín wurde mit ihrer hervorragenden Trainingsleistung begründet. Bei der Wahl zwischen Víctor García und einem anderen Außenverteidiger wurde die Entscheidung zugunsten von Iker getroffen, da dieser als „linker Fuß“ besser ins System passte.
Ein Schlüsselmoment war die rote Karte für Tunde, die das Spiel weiter verkomplizierte. Obwohl der Spieler selbst angab, sich danach noch wohl gefühlt zu haben, entschied Castro, kein unnötiges Risiko einzugehen. Die Tatsache, dass Tunde überhaupt spielen konnte, trotz seiner Vorgeschichte, unterstreicht die dünne Personaldecke im Team.
Castro zeigte sich jedoch optimistisch, was die mentale Stärke seiner Mannschaft betrifft. „Ich glaube nicht, dass dies unsere Moral nachhaltig beeinträchtigen wird. Wir haben bereits in der Vergangenheit Rückschläge verkraftet und wissen, dass wir in den letzten fünf Spielen Punkte liegen lassen mussten.“ Er wies darauf hin, dass die gegnerischen Teams in diesen Spielen oft hätten „Glück“ gehabt, während sein Team stets Höchstleistungen hätte erbringen müssen, um zu punkten. Die Niederlage gegen Villarreal reiht sich in diese unglückliche Serie ein.
Die Lehren aus diesem Spiel sind klar: Der Levante muss nicht nur mit seinen Verletzungssorgen kämpfen, sondern auch seine Effizienz vor dem Tor verbessern und die Schiedsrichterentscheidungen kritisch hinterfragen. Denn so wie es jetzt aussieht, wird die Rettung in der Liga ein zäher Kampf.
