Hofmann zieht schlussstrich: letzte leverkusen-saison, dann abflug
Jonas Hofmann spielt 2026/27 seine letzte Saison für Bayer Leverkusen. Der Klub teilte dem 33-Jährigen mit, dass die Verlängerung bis 2027 nicht geplant ist. Damit endet nach drei Jahren die gemeinsame Erfolgsgeschichte.
Hofmann bestätigte den Bruch selbst gegenüber Sky: „Das nächste Jahr wird mein letztes in Leverkusen sein.“ Die Trennung ist für den Offensivspieler kein Schock, sondern eine nüchterne Feststellung. Er habe keine Tränen vergossen, nur die Klarheit akzeptiert.
Kein abschied vom fußball, nur von leverkusen
Trotz seines 35. Geburtstags 2027 denkt Hofmann nicht ans Aufhören. „Ich stehe voll im Saft“, sagt er. Die Frage ist nur: Wer will einen Spieler, der dann 35 ist und 13 Millionen Euro Ablöse kostete? Die Antwort lautet: Erst mal niemand. Hofmann sucht nicht aktiv, er wartet ab.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In dieser Saison kam er auf 26 Pflichtspiele, nur sechs Mal über 90 Minuten. Drei Tore, drei Vorlagen – das ist kein Alarmsignal, aber auch kein Pflichtheft. Die Champions-League-Nichtnominierung im Winter steckte ihm noch immer in den Knochen.

Hjulmand lobt, aber stellt nicht auf
Trainer Kasper Hjulmand schwärmt intern von Hofmanns Trainingseinstellung. Doch Lob allein reicht nicht für Startelf-Minuten. Hofmann weiß das: „Schwankende Einsatzzeiten sind Teil des Geschäfts.“ Fast jeder Profi erlebt das, nur bei Hofmann fällt es auf, weil er es gewohnt war, gesetzt zu sein.
Die Wechsel-Bilanz: 2023 für 13 Millionen von Gladbach gekauft, Meister geworden, nun abgestempelt. Leverkusen spart künftig Gehalt und sucht frisches Blut. Hofmann sucht einen neuen Club, der ihn nicht nur als Ersatzmann sieht. Die Uhr tickt. Die Sterne, von denen er spricht, sind eher Glückskeksen als echte Perspektive.
Leverkusen verabschiedet sich ohne großes Tamtam. Kein Abschiedsspiel, keine Tränen. Nur die nüchterne Erkenntnis: Selbst Meisterhelden altern schneller als der Klub, der sie feierte.
