Hoffenheim wackelt, gewinnt und glaubt wieder an die königsklasse

Die TSG Hoffenheim hat in Freiburg drei Punkte geklaut – und dabei fast noch die Beute verschenkt. Nach einem Blitzstart und einem Doppelschlag von Wielle Douma und Janna Grimm binnen vier Minuten verpassten die Kraichgauerinnen den K.o. Die Breisgauerinnen schlugen zurück, verpassten sich aber selbst den Ausgleich. Am Ende zittert sich das Team von Headcoach Markus Heger über die Runde und bleibt im Rennen um die Champions-League-Tickets.

Frühe tore, späte zitterphase

Die Partie war 90 Sekunden alt, da schon die erste Großchance: Laura Dick lenkte einen Freiburger Querpass an den Pfosten. Hoffenheim schlug postwendend zurück. Douma nahm einen Abpraller aus sieben Metern volley und hämmerte die Kugel unter die Latte. Vier Minuten später setzte Grimm nach einem Konter den 2:0-Punkt. Die Gäste spielten sich in einen Rausch, Freiburg wirkte wie gelähmt.

Dann der Bruch. Janssens’ Querpass landet auf dem Fuß von Lisa Kolb, die eiskalt abschließt. Die Stimmung kippt, Freiburg wächst. Kapllanis Team wirft alles nach vorn, doch Dick pariert gegen Egli, die Latte zittert nach einem Kopfball von Janssens. Die Pausenpfiffe klingen wie ein Seufzer der Erleichterung für Hoffenheim – und wie eine Drohung für den SC.

Adamczyk hält ihre mannschaft im spiel

Adamczyk hält ihre mannschaft im spiel

Die zweite Hälfte gehört der Torhüterin. Adamczyk entschärft erst einen Lupfer von Kolb, dann einen Distanzschuss von Doorn. Freiburg läuft, Hoffenheim verbarrikadiert sich. Die Räume werden enger, die Nerven blank. In der 78. Minute nochmal Kolb – frei vor Dick, doch der Schuss rutscht ihr über den Spann. Die letzten zehn Minuten sind ein Kammerspiel: Ein Kopfball von Egli streift die Oberkante der Latte, anschließend klärt Doorn auf der Linie.

Der Schlusspfiff löst Jubel bei den Gästen aus, aber kein Triumphgefühl. 38 Punkte, Tabellenplatz vier – vier Zähler hinter Frankfurt. Die TSG lebt, doch die Lücke zur Spitze bleibt. Freiburg bleibt bei 30 Punkten und muss um die Europa-League-Plätze bangen. Die Saison ist noch lang, aber diese Nacht gehört Hoffenheim – mit einem Sieg, der so schwer war wie gold.