Hoffenheim: champions-league-traum auf eis gelegt – schicker mahnt zur ruhe

Die TSG Hoffenheim hat im Kampf um die Königsklasse einen bitteren Rückschlag erlitten. Nach der 1:2-Niederlage gegen Mainz 05 hat Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker nun überraschend erklärt, das Thema Champions League vorerst beiseite zu schieben. Die angestrebte Leichtigkeit der Anfangsphase der Saison soll zurückkehren – ein Zeichen der Ernüchterung in der Kraichgau-Region.

Die euphorie verfliegt: fokus auf europa

Die euphorie verfliegt: fokus auf europa

„Am Ende sind wir gut beraten, wenn wir das Wort mal weglassen“, so Schicker nach dem Spiel. Die TSG befindet sich zwar weiterhin in einer sehr guten Position, um sich für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren, doch der Druck scheint die Mannschaft zu lähmen. In den letzten sechs Partien konnte lediglich ein Sieg errungen werden, was die Situation zusätzlich verkompliziert.

Die einfachen Gegentore, die die Hoffenheimer aktuell so häufig kassieren, sind ein weiteres Problem. „Derzeit bekommen wir zu einfache Tore und uns fällt es nach vorne nicht so leicht“, analysierte Schicker. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Mannschaft nicht mehr die Konstanz der ersten Saisonhälfte zeigt. Die Spiele, die man vor einem Monat noch problemlos gewinnen konnte, werden nun zur echten Herausforderung.

Kapitän Oliver Baumann betonte die Notwendigkeit, „ruhig zu bleiben“ und „nicht den Kopf verlieren“. Die Punkte müssen sich derzeit „sehr hart erarbeiten“. Der Verlust des Laufes ist offensichtlich, und es gilt, schnell wieder in die Spur zu finden. Die Frage, ob die Champions-League-Ambitionen die Mannschaft hemmen, bleibt zwar unbeantwortet, aber intern scheint das Thema nicht jeden Tag intensiv diskutiert zu werden – obwohl das Ziel allen Beteiligten bewusst ist.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nach 28 Spieltagen stehen 50 Punkte zu Buche – ein respektables Ergebnis. Doch die jüngsten Leistungen lassen Zweifel aufkommen, ob die TSG tatsächlich in der Lage ist, den Schwung der ersten Saisonhälfte wieder aufzunehmen. Ob es am Ende für die Königsklasse reicht, ist fraglich. Der Fokus liegt nun klar auf der Sicherung eines Europa-League-Platzes – oder zumindest einem anderen internationalen Wettbewerb.