Hecking schimpft: großkreutz' wolfsburg-wünsche sind „despektierlich“
Wolfsburg – Der VfL Wolfsburg bangt um die Liga, und die Äußerungen von Ex-Nationalspieler Kevin Großkreutz schlagen nun auf die Nerven des Trainerteams. Dieter Hecking, Coach der Wölfe, ließ seiner Enttäuschung über die abfälligen Bemerkungen des Weltmeisters von 2014 freien Lauf und forderte ihn zu Selbstreflexion auf.
Großkreutz' kommentar: ein schlag ins gesicht?
Im Podcast „Viertelstunde Fußball“ hatte Großkreutz, der aktuell vereinslos ist, seine Wünsche geäußert, Wolfsburg absteigen zu sehen. „Eigentlich dürfen sie nicht absteigen. Stadion immer voll, geile Stimmung“, kommentierte er sarkastisch. Diese Worte prallten nun auf Hecking, der in der „Sport Bild“ scharf zurückschlug: „Ich empfehle, dass man vor seiner eigenen Tür kehrt. Diese Aussagen sind despektierlich, weil es sehr einfach ist, von draußen draufzuhauen.“
Der VfL Wolfsburg steht aktuell auf dem direkten Abstiegsplatz 16. Es fehlen lediglich vier Punkte auf den Relegationsplatz und sechs Zähler auf die rettende Linie. Die Stimmung im Team ist angespannt, und äußere Einflüsse wie Großkreutz’ Äußerungen tun ihr Übriges.

Hecking verteidigt seine mannschaft
Trotz der schwierigen Lage und der internen Diskussionen über vermeintlichen „Chaos“ in der Mannschaft, verteidigte Hecking seine Spieler. „Nein, da kommt die Mannschaft zu schlecht weg“, erklärte er. „Es ist nicht einfach, wenn man viele verschiedene Nationalitäten und Charaktere hat, die unterschiedlich mit Niederlagen umgehen. Aber hier sitzen keine 24 Stinkstiefel, die nicht miteinander können. Und Chaos wird es bei mir nie geben.“
Allerdings räumte Hecking ein, dass der Kader zu groß sei. „Wir können nur unsere eigenen Ergebnisse beeinflussen. Platz 16 ist unser Minimalziel“, betonte er. Der Fokus liege nun darauf, die verbleibenden Spiele erfolgreich zu gestalten und den Abstiegskampf zu gewinnen.
Neben der Kritik an Großkreutz übte Hecking auch noch harsche Worte an die Schiedsrichterleistung im letzten Spiel. „Das war unterirdisch“, äußerte er sich empört über die Leistungen des Unparteiischen. Ein weiteres Detail, das die Lage in Wolfsburg zusätzlich verkompliziert.
Die Werkself hatte zuvor ein beeindruckendes 6:3 gegen die Wölfe gefeiert, was die Abstiegsgefahr für Wolfsburg weiter erhöhte. Ob die Mannschaft sich davon beeindrucken lässt oder nun mit neuem Elan in den Kampf gegen den Abstieg geht, wird die kommende Zeit zeigen. Die Fans hoffen jedenfalls, dass ihre Mannschaft die Kur noch rumkriegt und es nicht zum bitteren Abstieg kommt.
