Hc ajoie verpflichtet gael christe langfristig – hoffnungsschimmer im abstiegskampf

Der HC Ajoie zieht die Notbremse – und setzt dabei auf ein bekanntes Gesicht. Gael Christe bleibt den Jurassiern nicht nur für die restliche Saison erhalten, sondern unterschreibt einen Vertrag bis 2029. Die Meldung kommt, während das Tabellen-Schlusslicht bereits die Playouts vor Augen hat.

Ein heimkehrer wird zur zukunftsgarantie

Christe ist kein Neuzugang im klassischen Sinn. Der 21-jährige Verteidiger lief diese Saison bereits auf Leihbasis für Ajoie auf – 43 Spiele stehen bislang in der Statistik. Nun folgt die dauerhafte Lösung. «Wir haben Gael in den vergangenen Moniten gesehen, wie er sich entwickelt hat», sagt Sportchef Stéphane Rochette. «Er ist robust, liest das Spiel gut und bringt die nötige Ruhe in unsere Defensive.»

Für Christe selbst ist der Schritt ein Kreis zum Ausgangspunkt. Als U-15-Spieler wechselte er erstmals von Ajoie nach Biel. Dort rückte er in die National League auf, debütierte in der Saison 2022/23. Die Rückkehr in den Jura war zunächst nur ein Leihgeschäft – nun wird sie dauerhaft. «Ich kenne die Strukturen, das Stadion, die Fans», sagt Christe. «Ajoie ist meine sportliche Heimat.»

Defensive neu aufgestellt

Defensive neu aufgestellt

Mit dem Langzeitvertrag sichert sich der Klub einen der jüngsten NL-erfahrenen Verteidiger. Christe kommt zusammen mit Matthew Kellenberger, der ebenfalls neu verpflichtet wurde. Zwei Neuzugänge, ein klares Signal: Die Jurassier wollen nicht nur den Klassenerhalt schaffen, sondern auch personell nachhaltig umstrukturieren.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Ajoie kassierte in dieser Saison 194 Gegentore – nur zwei Teams waren schlechter. Christe selbst steht bei einem Plus/Minus-Wert von –8, doch das ist keine reine Schuldfrage. «Wir haben oft zu offensiv gespielt und dafür hinten gezahlt», erklärt Trainer Kevin Schlaepfer. «Gael ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.»

Die Vertragslaufzeit bis 2029 ist kein Zufall. Der Klub plant mit jungen, hungrigen Spielern, die sich mit der Region identifizieren. Christe passt ins Profil: lokal verwurzelt, NL-erfahren, noch ausbaufähig. «Wir wollen keine Kurzfrist-Transfers mehr, sondern eine Saisonstruktur aufbauen», so Rochette.

Die Fans reagieren positiv. «Endlich mal eine klare Linie», heißt es in den Sozialen Medien. Die nächsten Wochen entscheiden über den Klassenerhalt. Mit Christe als festem Baustein wollen die Ajoie-Spieler nicht nur überleben – sondern auch die eigene Zukunft gestalten. Der erste Test folgt am Freitag gegen Genf-Servette. Ein Sieg wäre mehr als nur ein Schritt Richtung Klassenerhalt – er wäre ein Statement.