Havertz: lucky boy oder titelheld? arsenal vor meisterkrone!

London – Kai Havertz, der deutsche Nationalspieler, steht im Zentrum der Diskussionen rund um den möglichen Meistertitel von Arsenal. Nach seinem entscheidenden Tor gegen Burnley und einem höchst fragwürdigen Foulspiel, das er glücklichweg ohne rote Karte abging, fragen sich Fans und Experten gleichermaßen: Wird er zum „Lucky Boy“ oder doch zum „Title Boy“?

Die strittige szene: ein tritt an der wade

Arsenal hat am Montagabend einen wichtigen Schritt zum ersten Meistertitel seit 22 Jahren gemacht. Das 1:0 gegen Burnley, erzielt durch Havertz per Kopf, brachte die Gunners dem Ziel näher. Doch der Abend wurde von einer umstrittenen Szene überschattet: Ein brutales Foulspiel des Deutschen gegen Burnleys Lesley Ugochukwu. Gary Neville und Jamie Carragher, prominente Sky-Experten, waren sich einig: „Das muss eine rote Karte sein!“ Der Tritt mit offener Sohle an der Wade wirkte gefährlich und hätte leicht zu einer Verletzung führen können. Schiedsrichter Paul Tierney entschied sich jedoch für Gelb, eine Entscheidung, die von der VAR-Technologie bestätigt wurde.

Mike Jackson, der Interimscoach von Burnley, zeigte sich fassungslos: „Das war gefährlich und hätte zu einer Verletzung führen können. Im heutigen Fußball ist das einfach eine rote Karte. Und die hätte das Spiel zu unseren Gunsten kippen lassen können.“ Die Premier League veröffentlichte daraufhin ein Statement, in dem sie die Entscheidung des Schiedsrichters verteidigte und betonte, dass das Foulspiel nicht als „grob“ eingestuft wurde.

Arteta macht sich sorgen, vieira relativiert

Arteta macht sich sorgen, vieira relativiert

Trainer Mikel Arteta von Arsenal gab zu, sich nach der Szene Sorgen gemacht zu haben. Patrick Vieira, Arsenal-Legende und Weltmeister von 1998, fand jedoch eine Erklärung: „Es war ein Tackling von hinten, und man konnte die Stollen sehen, aber der Schiedsrichter hat die richtige Entscheidung getroffen. Es war nicht genug Kraft oder Härte für eine Rote Karte.“

Doch die Diskussion bleibt bestehen. Die Szene erinnert an die harte Gangart von Roy Keane oder Vinnie Jones, die in der Premier League durchaus Tradition hat. Und während Arsenal sich kleinlaut zeigte, schien Havertz selbst von dem Glück zu profitieren, das er in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen hat. Er besiegelte im CL-Viertelfinale das Weiterkommen und erzielte nun das entscheidende Tor, das Arsenal dem Meistertitel so nahe bringt.

Die Ironie des Schicksals: Havertz, der in der 37. Minute das Tor erzielte, das Arsenal so nah an die Meisterschaft brachte, stand nach dem Spiel aufgrund des fragwürdigen Fouls im Rampenlicht. Wird dieser Abend letztendlich als der Moment in die Geschichte eingehen, in dem Arsenal die Meisterschaft gewonnen hat – oder als der Moment, in dem Havertz durch Glück davongekommen ist?

Die Antwort wird sich am Dienstag zeigen, wenn Manchester City sein Spiel gegen Bournemouth bestreitet. Sollte City gewinnen, kann Arsenal bereits am Dienstagabend auf der Couch die Meisterschaft feiern – dank eines Mannes, der vielleicht nicht nur Talent, sondern auch eine gehörige Portion Glück besitzt. Die Premier League hat in dieser Saison schon so einige Überraschungen erlebt, und die Geschichte von Kai Havertz ist vielleicht die überraschendste von allen.