Rossi als amulett: vr46-team feiert triumph in barcelona!

Valentino Rossi, der sich aktuell anderen sportlichen Herausforderungen widmet, erwies sich beim MotoGP-Rennen in Barcelona als echter Glücksbringer. Obwohl der neunfache Weltmeister nicht im Boxenstopp seines eigenen Teams VR46 präsent war, sondern die Strecke aufsuchte, um die Action hautnah zu erleben, war sein Einfluss spürbar: Fabio Di Giannantonio sicherte sich einen sensationellen Sieg.

Ein wochenende voller dramatik und emotionen

Rossi verfolgte das Rennen nicht nur aus sicherer Entfernung. Er wurde Zeuge zweier beängstigender Stürze, die den gesamten Tross in Atem hielten. Besonders der Sturz von Álex Márquez, der nur knapp einen Einschlag in die Streckenbegrenzung verhinderte, ließ den italienischen Ausnahme-Rennfahrer erzittern. „Madre mia, was für eine Angst, das war hart. Es war etwas Schlimmes. Ich war da und habe es gesehen“, kommentierte Rossi die Szene.

Die Erleichterung war jedoch groß, als sich herausstellte, dass niemand schwer verletzt wurde. Und für das VR46-Team endete der Tag mit einem überwältigenden Erfolg. „Diggia“ dominierte das Rennen und zeigte eine beeindruckende Vorstellung. Rossi lobte seinen Schützling überschwänglich: „Er war ein Drache, ein Tier, wirklich stark! Er hat eine unglaubliche Karriere hingelegt, ohne Fehler. In den letzten beiden Runden hatte er sieben bis acht Zehntel Vorsprung. Ich glaube, er hätte mit 1:40.0 Minuten fahren können, wenn das Rennen 30 Runden gedauert hätte. Wir sind unglaublich stolz auf Diggia und das gesamte Team, ein wahrhaft aufregender Sieg!“

Erinnerungen an österreich 2020 und die frage der rückkehr

Erinnerungen an österreich 2020 und die frage der rückkehr

Die Szene mit Álex Márquez weckte bei Rossi Erinnerungen an einen ähnlichen Vorfall in Österreich 2020, als Johann Zarco ihn nur knapp mitgerissen hatte. „Damals hatte ich auch große Angst“, gestand Rossi. Daher freute er sich besonders über den glücklichen Ausgang des Vorfalls in Barcelona. „Zum Glück ist alles gut gegangen, denn in dieser Gerade ist es sehr eng. Glücklicherweise hat Álex Márquez einen schlimmen Aufprall vermieden.“

Die Frage, ob ein Pilot nach solchen dramatischen Ereignissen überhaupt zurückkehren sollte, beantwortete Rossi mit einem Augenzwinkern: „Am Ende hat man ja nicht viel Wahl. Man kann nicht einfach ins Boxenfeld gehen und sagen: ‚Ich habe Angst, ich fahre nicht mehr, ich gehe nach Hause‘. Vielleicht sollte man das aber doch.“ Die Worte spiegeln die unbändige Leidenschaft und den unerschütterlichen Willen wider, der den „Doktor“ zu einer Legende gemacht hat. Die Stärke der Verzweiflung, so Rossi, treibt einen dazu, wieder aufzusteigen, solange die Gefühle stimmen.