Handball-notstand in würzburg: die wölfe kämpfen um ihre existenz

Handball-notstand in würzburg: die wölfe kämpfen um ihre existenz

Die Corona-Pandemie mag zwar weitgehend überwunden sein, doch ihre Nachwirkungen sind im Handball weiterhin spürbar. Besonders dramatisch ist die Situation bei den Wölfen Würzburg, aktuell Tabellenfünfter der 3. Handball-Liga Süd, die sich in einer finanziellen Schieflage befinden. Ein Defizit von rund 150.000 Euro bedroht die Existenz des Vereins.

Öffentlicher hilferuf der wölfe

Am Dienstagabend wagten die Verantwortlichen der Wölfe den Schritt, die Öffentlichkeit um Hilfe zu bitten. Die finanzielle Notlage ist enorm und gefährdet den Spielbetrieb. Geschäftsführer Johannes Sendelbach und Roland Sauer sehen sich in einer schwierigen Situation, in der sie sich von Seiten der Politik und der Wirtschaft nicht ausreichend unterstützt fühlen.

Der konflikt mit bayern und der ihk

Der konflikt mit bayern und der ihk

Die Würzburger stehen seit geraumer Zeit im Konflikt mit dem bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und der IHK München und Oberbayern. Sendelbach äußerte sich frustriert: „Wir fühlen uns inzwischen fast hilflos und teilweise auch gegängelt.“ Der Verein beklagt eine schleppende Bearbeitung von Corona-Staatshilfen und ungerechtfertigte Rückforderungen.

Bewilligte hilfen, aber kein geldfluss

Obwohl die Corona-Staatshilfen des Freistaats Bayern grundsätzlich bewilligt wurden, sind 84.301,25 Euro bisher nicht ausgezahlt worden. Weitere 38.312,36 Euro befinden sich noch in der Prüfung. Gleichzeitig fordert die IHK Rückzahlungen von 12.618,03 Euro (November 2020) und 21.766,77 Euro (Dezember 2020) zurück, was der Verein als nicht nachvollziehbar und ungerechtfertigt betrachtet.

Scheiternde bemühungen auf höchster ebene

Die Wölfe versuchten, das Problem auf höchster politischer Ebene anzusprechen. Geschäftsführer Sauer suchte im Juni 2023 den Petitionsausschuss des Bayrischen Landtags auf. Der Antrag wurde zwar als gerechtfertigt eingestuft und das Wirtschaftsministerium um Prüfung gebeten, jedoch kam es zu keiner Klärung. Stattdessen erhielt der Verein lediglich wiederholte Nachfragen von der IHK.

Die konsequenzen der finanziellen schieflage

Das Fazit der Wölfe ist bitter: „Der aktuelle Zustand führt zu wiederkehrenden Liquiditätsengpässen, fehlender Planungssicherheit sowie zusätzlichen Kosten durch Rechts- und Steuerberatung.“ Die Zukunft des Vereins hängt von einer schnellen Lösung der finanziellen Probleme ab. Die Wölfe appellieren an die Verantwortlichen, die Situation endlich zu klären und dem Verein die dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen.

Die rolle der rechts- und steuerberater

Die Kanzleien Steinbock&Partner (Rechtsanwälte) und Götz&Partner (Steuerberater) unterstützen die Wölfe bei der juristischen und steuerlichen Aufarbeitung des Falls. Sie prüfen die Rückforderungen der IHK und setzen sich für die Interessen des Vereins ein. Die Expertise der Kanzleien ist in dieser schwierigen Situation von unschätzbarem Wert.