Handball-europapokal: neue regeln für die königsklasse!
Die europäische Handballszene steht vor einem Umbruch! Der EHF-Vorstand hat die Zulassungskriterien für die Vereinswettbewerbe ab der Saison 2026/27 grundlegend überarbeitet – insbesondere für die prestigeträchtige EHF Champions League. Das bedeutet: Tradition allein reicht bald nicht mehr aus, um in Europas Spitze mitzuspielen.
Ein neues ranking entscheidet über die teilnahme
Schluss mit der reinen Berücksichtigung historischer Ergebnisse! Zukünftig wird ein neues Klubranking die Entscheidung über die Startplätze in der Champions League maßgeblich beeinflussen. Punkte werden basierend auf der Platzierung in europäischen Wettbewerben der letzten drei Saisons vergeben. Das bedeutet, dass aktuelle Leistungen und Erfolge stärker ins Gewicht fallen als alte Ruhmestaten. Ein cleveres Kalkül für aufstrebende Mannschaften!
Neben dem neuen Ranking gibt es weitere Anpassungen im Bereich Kommunikation. Die Bewertung der digitalen Präsenz und Medienarbeit wird nun eigenständig von der „Produktverwaltung“ abgekoppelt, um eine noch präzisere Einschätzung zu gewährleisten. Neu ist zudem das Kriterium „Highlight-Event“, das Vereinen die Möglichkeit bietet, ihre Bewerbung durch besondere Angebote für mindestens ein Heimspiel zu untermauern. Das ist ein cleverer Schachzug, um die Attraktivität der Bewerbungen zu steigern.

Champions league-ticket für die besten
Die EHF hat auch die Priorisierung des Zugangs zur Männer-Champions League festgelegt: Der Titelträger der Saison 2025/26 hat sich automatisch qualifiziert, selbst wenn er in seiner nationalen Liga scheitern sollte. Auch der Gewinner der EHF European League erhält einen Freifahrtschein – vorausgesetzt, er gehört einer anderen Nationalmannschaft an oder belegt in seiner Liga mindestens einen der ersten beiden Plätze. Eine faire Regelung, die sowohl sportliche Leistungen als auch nationale Wettbewerbsfähigkeit belohnt. Die Konsequenz: Es wird spannend, wer sich in den kommenden Jahren den Titel sichert, um sich frühzeitig das Ticket für die Königsklasse zu sichern.
Doch es geht um mehr als nur die Champions League. Auch in der EHF European League gibt es Veränderungen. Der neue Format ohne Vorrunden könnte zusätzliche Plätze schaffen, die über das Klubranking vergeben werden – maximal einen pro Nation. Und in der EHF European Cup könnten regionale Auslosungen eingeführt werden, was den Wettbewerb noch regionaler und attraktiver gestalten könnte.
Die neue Regelung bedeutet: Wer in Europa bestehen will, muss sich kontinuierlich beweisen und in die digitale Kommunikation investieren. Und wer ein besonderes Highlight auf die Beine stellen kann, hat gleich einen Vorteil. Die Handball-Zuschauer dürfen sich auf spannende Zeiten freuen!