Handball-damen: traum vom em-ticket lebt – trotz rückschlag!

Die österreichischen Handballerinnen stehen vor der entscheidenden Phase der EM-Qualifikation. Mit zwei Siegen gegen Israel und Griechenland winkt der zweite Platz in der Gruppe und damit die heiß ersehnte Ticket für die Europameisterschaft im Dezember. Doch der Weg dorthin ist alles andere als einfach – insbesondere nach dem Ausfall einer Leistungsträgerin.

Reichert fällt aus, dramac rückt nach

Ein herber Schlag für das ÖHB-Team: Johanna Reichert, Leistungsträgerin und Dreh- und Angelpunkt im Angriff, muss aufgrund von Rückenproblemen für die beiden entscheidenden Spiele aussetzen. „Johanna Reichert ist eine Spielerin, die aus neun, zehn Metern werfen kann. Das wird uns gegen Israel und Griechenland fehlen“, so Teamchefin Monique Tijsterman. Als Reaktion auf diese Ausfall wurde Kristina Dramac kurzfristig nachnominiert – eine erfahrene Linkshänderin, die dem rechten Rückraum neue Optionen verleihen soll.

Konflikt in israel zwingt zur ortsänderung

Konflikt in israel zwingt zur ortsänderung

Das Auswärtsspiel gegen Israel, ursprünglich für Mittwoch angesetzt, musste aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten kurzfristig nach Kozani in Griechenland verlegt werden. Das finale Duell mit Griechenland findet dann am Sonntag in Linz statt. Beide Spiele werden live auf ORF Sport + übertragen – ein Muss für alle Handballfans.

Druck ist spürbar, aber die ziele bleiben klar

Druck ist spürbar, aber die ziele bleiben klar

Die beiden Niederlagen im März haben den Druck erhöht, aber die österreichischen Handballerinnen lassen sich nicht entmutigen. „Wir wissen, wir müssen beide Spiele gewinnen und wollen das auch“, erklärt Führungsspielerin Katarina Pandza. Tijsterman betont dennoch: „Die Vorgabe für beide Spiele ist klar: Wir müssen gewinnen. Die Spielerinnen wissen, was sie erwartet. Wir müssen das schaffen und sind zuversichtlich.“

Erinnerungen an frühere erfolge geben kraft

Erinnerungen an frühere erfolge geben kraft

Die bisherigen Duelle liefen für die Österreicherinnen aus Sicht positiv. Das Hinspiel gegen Israel wurde deutlich mit 39:30 gewonnen, auch Griechenland wurde auswärts mit 29:22 bezwungen. Diese Erfolge stärken das Selbstvertrauen und zeigen, was möglich ist, wenn das Team geschlossen auftritt.

Die EM selbst findet in Dezember in fünf verschiedenen Ländern statt: Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei. Neben den Gastgebern und den drei Medaillengewinnern von 2024 werden auch Frankreich, Niederlande, Deutschland, Schweden und Spanien sicher dabei sein. Die Spannung steigt – und die österreichischen Handballerinnen wollen ihren Beitrag zu diesem internationalen Fest des Sports leisten.