Bischof räumt auf: bayern-youngster wird zum couber-helfer!
München – Tom Bischof. Der Name war lange Zeit nur ein Flüstern im Bayern-Kader, ein potenzielles Talent, das sich erst noch beweisen musste. Doch gegen Freiburg hat der 20-Jährige bewiesen, dass er mehr ist als nur ein Allrounder – er ist ein Mann für entscheidende Momente, ein Weitschuss-Ass, das die Allianz Arena in Ekstase versetzte.
Die wandlung vom joker zum matchwinner
Noch vor seinem Wechsel nach München gab es Zweifel. Würde der Linksfuß, der in Hoffenheim primär im Mittelfeld agierte, überhaupt eine Chance bekommen? Sein Berater Volker Struth hegte Bedenken, die etablierten Stars wie Kimmich, Pavlovic und Goretzka schienen den Weg zu versperren. Doch Trainer Vincent Kompany sah mehr, vertraute auf Bischofs Vielseitigkeit und gab ihm die Chance, sich zu beweisen – und der Youngster nutzte sie.
Seine Vorstellung im Breisgau war schlichtweg herausragend. Zunächst markierte er in der 81. Minute per Fernschuss den wichtigen Anschlusstreffer, dann, nur acht Minuten später, den Ausgleich per Links – aus ähnlicher Entfernung. Ein Doppelpack, der aus einem drohenden Punktverlust einen emotionalen Comeback-Sieg machte.

Kimmichs ermutigung: „schieß mal bitte auf die kiste!“
Die entscheidende Inspiration kam von Joshua Kimmich. „Vor dem Spiel hat Jo noch zu mir gesagt: ‚Kannst du jetzt mal bitte auf die Kiste schießen?‘“, verriet Bischof nach dem Spiel bei DAZN. Ein simpler Ratschlag, der sich als genialer Schachzug erwies. Denn Bischof bewies, dass er nicht nur taktisch flexibel ist – sondern auch einen echten Knaller aus der Distanz hat.
Markus Babbel, Bayern-Legende und Experte im „Doppelpass“, lobte Kompanys Vertrauen in seine Spieler: „In der Vergangenheit wäre Tom Bischof untergegangen. Aber Kompany schafft es eben, Spieler wie ihn immer wieder einzubauen.“ Tatsächlich ist Bischof nun 33 Mal von Kompany ins Rennen geschickt worden, 14 Mal stand er in der Anfangself. Seine Fähigkeit, auf verschiedenen Positionen zu brillieren, macht ihn so wertvoll für den Kader.
Stefan Effenberg zeigte sich im „Doppelpass“ beeindruckt von Bischofs Variabilität: „Seine beiden Tore, eins mit links, eins mit rechts. Wenn du nicht weißt, was sein starker Fuß ist, siehst du es definitiv nicht.“ Ein „Schweizer Taschenmesser“, das auch als Weitschuss-Ass seine Duelle gewinnt.
Kompany selbst prophezeite nach dem Spiel: „Aus der Distanz darfst du Bischi nicht schießen lassen. Weil er macht das immer.“ Eine Aussage, die mehr als nur ein Kompliment ist – sie ist eine Verheißung für die Zukunft.
Während Babbel und Effenberg mahnen, die Geduld nicht zu verlieren, ist eines klar: Tom Bischofs Weg beim FC Bayern hat gerade erst begonnen. Und er wird den Fans noch viel Freude bereiten – insbesondere, wenn es darum geht, gegen tiefstehende Gegner den entscheidenden Treffer zu erzielen.
