Handball em: droht der dhb die große enttäuschung?

Deutschland im em-fieber – doch ein alter feind lauert!

Die deutsche Handballnationalmannschaft träumt von einer Medaille bei der Handball-EM 2026! Nach einer starken Leistung in der Vorrunde könnte im Halbfinale ein echter Stolperstein auf die Mannen von Bundestrainer Alfred Gislason warten. Obwohl Deutschland seit Jahrzehnten zum Kreis der handballerischen Weltspitze gehört, ist das Erreichen der Medaillenränge alles andere als garantiert. Bisher gab es nur vier Erfolge bei den kontinentalen Titelkämpfen: Gold 2004 und 2016, Silber 2002 und Bronze 1998.

Erfolg ist kein selbstläufer

Zwei vierte Plätze (2008 und 2024) verdeutlichen, dass der Weg zum Erfolg hart umkämpft ist. Der furiosen 38:34 Sieg gegen Frankreich hat das Team bereits einen großen Schritt näher ans Ziel gebracht, doch das Finale ist noch lange nicht in Sicht. Die Ambitionen sind klar: Das Erreichen des Finales steht ganz oben auf der Liste. Doch der Weg dorthin ist steinig. Am Freitag trifft die dhb-Auswahl auf Kroatien, angeführt vom isländischen Trainer Dagur Sigurdsson.

Der fluch der vergangenheit: sigurdsson kehrt zurück!

Und genau dieser Sigurdsson ist kein Unbekannter! Er führte Deutschland vor zehn Jahren zum letzten EM-Titel. Die „Bad Boys“ schrieben damals Handballgeschichte. Zwar stehen heute nur noch drei Spieler des damaligen Triumphteams im Kader (Andreas Wolff, Jannik Kohlbacher, Rune Dahmke), doch Sigurdsson kennt den deutschen Handball – und dieses Team – bestens. Kroatien gilt zudem seit Jahren als ein besonders unangenehmer Gegner.

Direkter vergleich: deutschland unterlegen?

Von 33 direkten Duellen konnte Deutschland nur 14 gewinnen, 4 endeten unentschieden und 15 gingen an Kroatien. Auch bei großen Turnieren erwies sich Kroatien oft als Stolperstein, beispielsweise bei der Heim-EM 2024 und den Olympischen Spielen kurz darauf. Hoffnung macht, dass Deutschland die beiden Testspiele vor dem Turnier mit 32:29 und 33:27 gewinnen konnte. Ein kleiner Lichtblick, zumindest auf dem Papier.

Golla und gislason: optimismus und warnung

Kapitän Johannes Golla zeigte sich optimistisch: „Es war sicherlich gut, dass wir den ‚Kroatien-Fluch‘ gebrochen haben. Wir haben uns in den letzten Jahren nicht besonders gut gegen sie angestellt.“ Doch Bundestrainer Alfred Gislason bremste die Euphorie: „Das zählt gar nichts. Kroatien ist eine sehr gute Mannschaft. Sie können eine unglaubliche Stimmung erzeugen, wenn es darauf ankommt!“

Expertenmeinung: fritz warnt vor kroatischer abwehr

Auch Ex-Nationaltorhüter Henning Fritz stimmt zu: „Das Halbfinale wird kompliziert genug. Sie spielen die offensive Abwehr nahezu perfekt. Da müssen erst Lösungen gefunden werden.“ Eine Tabelle, die die bisherigen Erfolge der beiden Nationen zusammenfasst:

MannschaftEM-TitelLetzte WM-Platzierung
Deutschland2-
Kroatien02. Platz (2023)

Reisestrapazen belasten kroatien?

Während die deutsche Mannschaft in Herning bleiben kann, mussten die Kroaten von Schweden nach Dänemark reisen. Ein Umstand, der laut dhb-Manager Benjamin Chatton ins Gewicht fallen könnte: „Das ist ein Wettbewerbsvorteil für uns. 24 Stunden bei dieser Schlagzahl sind nicht zu unterschätzen.“ Auch Sigurdsson sieht dies so und äußerte sich kritisch über den Spielplan.

Der kampf um den finaleinzug

Ob die Testspielergebnisse tatsächlich relevant sind? Chatton relativiert: „Wir waren in der Vorbereitung weiter als die Kroaten.“ Die Frage ist, ob Kroatien den mentalen Vorteil auf seiner Seite hat. Wird Sigurdssons Kenntnis des deutschen Handballs den Ausschlag geben? Die Antwort gibt es am Freitag (ab 17:45 Uhr im LIVETICKER), wenn Deutschland und Kroatien alles in die Waagschale werfen, um den Traum von Gold am Leben zu erhalten! Die Highlights der Spiele gibt es auf SPORT1.de und in der SPORT1 App.