Haaland jagt müller: 57 treffer, platz sieben – der könig kommt

Ein Kopfball, ein Aufschrei, ein Eintrag in der Ewigkeit. Erling Haaland köpft Real Madrid die Rücklage, schiebt sich neben Thomas Müller auf Rang sieben der ewigen Champions-League-Torschützen – und hat den nächsten Deutschen bereits im Visier.

Ronaldo schafft die latte auf 140, der rest jagt phantom

Ronaldo schafft die latte auf 140, der rest jagt phantom

Cristiano Ronaldo bleibt der unangefochtene Monarch. 140 Tore sind keine Zahl, sondern eine Waffe. Dahinter folgt Lionel Messi mit 129, Robert Lewandowski mit 107. Karim Benzema (90), Raúl (71) und Kylian Mbappé (68) komplettieren die Königsklasse der Jäger. Doch der Blick richtet sich nach vorn – und der Norweger hat einen Startvorteil.

Haaland ist 25, Müller 36. Der Bayern-Urgestein schraubt seit 2008 an seiner Sammlung, der City-Stürmer brauchte nur fünf Teilnahmen, um gleichzuziehen. RB Salzburg, Borussia Dortmund, Manchester City – drei Stationen, 57 Treffer. Die Quote: 0,92 Treffer pro Spiel. Müller? 0,25. Die Botschaft ist laut wie ein Signal Iduna Park nach einem 90-Minuten-Kracher.

Der BVB lernte die Wucht am eigenen Leib: 2019/20 schoss Haaland Salzburg mit acht Toren in die K.o.-Phase, dann wechselte er nach Dortmund – und traf in seinem ersten CL-Spiel gleich doppelt gegen Paris. Seither jagt er jeden Ball wie einen Gegner, der ihm persönlich etwas schuldet. Gegen Real Madrid war es wieder soweit: 57. Minute, Flanke von Savinho, Haaland steigt höher als Militao und verwandelt eiskalt.

Müller selbst schmunzelte nach dem Abpfiff. „Er wird mich bald überholen, das ist klar“, sagte der Weltmeister, „aber vielleicht schaff ich vorher noch einen.“ Die Fans lachen, wissen aber: Der nächste Deutsche in der Liste steht erst bei 47 – Kai Havertz. Dazwischen liegen Welten, und Haaland reist mit City nächste Saison wieder los.

Die Königsklasse hat ihren neuen Prinzen. Ob er zum König krönt, hängt nur davon ab, wie lange er durchhält. Bei seinem Tempo zählt nicht mehr ob, sondern wann.