Gwinn unter dem messer: bayern-kapitänin kämpft zurück

Schlechte Nachrichten für den FC Bayern und die deutsche Nationalmannschaft: Giulia Gwinn, die Kapitänin der Frauen, musste sich einer Operation an der linken Schulter unterziehen. Der Eingriff verlief laut Vereinserklärung erfolgreich, doch der Ausfall der Routinierin im WM-Qualifikationskampf ist besiegelt.

Die gebrochene schulter und der weg zurück

Die Verletzung ereignete sich Mitte April im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich, als Gwinn unglücklich stürzte und sich die Schulter auskugelte. Obwohl sie die Saison trotz der Beschwerden für die Münchnerinnen zu Ende spielte, machte sie ihre Strapazen deutlich. Bei der Double-Feier gestand sie: „Es gab nach jedem Spiel eine Reaktion in der Schulter, weil doch einiges kaputt ist.“ Nun war die Operation unumgänglich, ein Schritt, der die Reha-Phase noch einmal verlängert.

Auf Instagram teilte Gwinn ein Foto aus dem Krankenhaus, auf dem sie lächelnd auf einem Krankenbett sitzt, den linken Arm in einer Schlinge. Der Kommentar: „Das krieg‘ ich jetzt auch noch geschultert.“ – eine humorvolle Art, die Situation zu nehmen. Zahlreiche Fans und Kolleginnen wünschten ihr daraufhin schnelle Genesung.

Wichtige qualifikationsspiele ohne führungsfigur

Wichtige qualifikationsspiele ohne führungsfigur

Für Bundestrainerin Christian Wück und das DFB-Team ist der Ausfall Gwinns ein herber Verlust. Die Nationalmannschaft trifft am 5. Juni in Köln auf Norwegen und kann dort bei einem Sieg die Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien bereits perfekt machen. Anschließend geht es am 9. Juni nach Ljubljana zum Auswärtsspiel gegen Slowenien. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen diese Gruppe als Erster abschließen und uns direkt für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifizieren“, betont Wück, der nun auf andere Spielerinnen setzen muss, um die anspruchsvollen Aufgaben zu meistern.

Das Aufgebot weist einige erfreuliche Rückkehren auf: Klara Bühl, Sophia Kleinherne, Kathy Hendrich und Marie Müller sind wieder dabei. Laura Freigang steht lediglich als Abrufspieler zur Verfügung, während Nicole Anyomi aufgrund einer Oberschenkelverletzung fehlt. Die Herausforderung für Wück ist es nun, die entstandenen Lücken zu schließen und eine schlagkräftige Mannschaft auf das Feld zu führen.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft muss sich neu formieren, aber die Entschlossenheit ist spürbar. Gwinn wird ihre Rolle als Kapitänin und Anführerin von der Seitenlinie aus unterstützen und hoffen, bald wieder auf dem Platz stehen zu können. Die Fans können nur die Daumen drücken und ihr eine schnelle und vollständige Genesung wünschen.