Gütersloh plant: korte-leihe könnte sich auszahlen – kaderbreite gefordert

Der FC Gütersloh steht vor wichtigen Entscheidungen für die kommende Regionalliga-Saison. Nach einer soliden Spielzeit, die jedoch vom Pokal-Aus gegen Lotte überschattet wurde, drückt Trainer Julian Hesse auf die Optimierung des Kaders. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, ob die Leihe von Jakob Korte vom SC Preußen Münster verlängert werden kann – ein Deal, der sich bisher ausnehmend gut ausgezahlt hat.

Stabilität in der abwehr: vertragsverlängerungen für winke, borgmann und lanfer

Stabilität in der abwehr: vertragsverlängerungen für winke, borgmann und lanfer

Bevor die Planungen für die neue Saison in vollem Gange sind, konnten die Ostwestfalen bereits wichtige Bausteine festnageln. Die beiden Innenverteidiger David Winke und Jannik Borgmann, sowie der Linksverteidiger Erik Lanfer haben ihre Verträge verlängert. „David und Jannik sind absolute Stützen unserer Mannschaft“, betonte Hesse. „Auch Erik ist trotz seines jungen Alters bereits auf dem Weg, ein Führungsspieler zu werden. Dass wir sie an den Verein binden konnten, ist ein starkes Signal.“

Neben dem etablierten Kapitän Björn Rother, der aktuell von einer Achillessehnenreißung erholt wird, und den Torjägern Patrik Twardzik und Julius Langfeld, stehen weitere Gespräche mit Spielern des aktuellen Kaders an. Der Verein ist bemüht, den Kern der Mannschaft zu halten, um eine solide Basis für die nächste Saison zu schaffen.

Die Frage nach Korte: Eine Option für die Zukunft?

Die Rolle von Jakob Korte, der im Winter von Münster ausgeliehen wurde und prompt zum Stammspieler avancierte, ist jedoch noch unklar. Der 22-Jährige erzielte beim jüngsten 2:1-Heimsieg gegen den Bonner SC seinen ersten Treffer im Gütersloher Trikot und bewies seine Wertschöpfung für das Team. „Jakob spielt bei uns eine gute Rolle“, so Hesse, und macht keinen Hehl daraus, dass er sich eine weitere Zusammenarbeit durchaus vorstellen kann. Entscheidend dürfte hierbei die künftige Ligazugehörigkeit der Preußen Münster sein, da die Planungen der Münsteraner maßgeblichen Einfluss auf Kortes Zukunft haben werden.

Hesse fordert eine größere Kaderbreite, um flexibler auf Ausfälle und die Herausforderungen der Regionalliga West reagieren zu können. Das bittere Ausscheiden im Westfalenpokal gegen Lotte, das den Traum vom DFB-Pokal platzen ließ, hat diesen Bedarf noch einmal verdeutlicht. „Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, desto schwerer war die Niederlage zu akzeptieren“, so Hesse, der sich umso mehr über die Reaktion des Teams gegen Bonn freute.

Mit 47 Punkten auf dem Konto belegt der FCG derzeit den vierten Platz. Die Spitzenteams Schalke 04 II und Rot-Weiß Oberhausen sind zwar noch in Reichweite, doch der Fokus liegt nun auf der Stabilisierung des Kaders und der Suche nach geeigneten Verstärkungen. Am Karfreitag geht es gegen den Tabellenletzten SC Wiedenbrück – ein Spiel, das für beide Mannschaften von enormer Bedeutung ist. Der Trainer erwartet ein „knackiges Duell“ und mahnt, dass man nichts dem Gegner schenken darf.

Neben Rother wird auch Abwehrspieler Henri Bollmann weiterhin fehlen, während Offensivspieler Sandro Reyes rechtzeitig von seiner Länderspielreise mit der philippinischen Nationalmannschaft zurückkehrt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der FC Gütersloh seine ambitionierten Ziele für die nächste Saison erreichen kann – und ob die Leihe von Jakob Korte ein entscheidender Faktor dabei sein wird.